Schulstreit geht weiter - Stadt-CDU schlägt eigenes Gebäude für Orientierungsstufe der IGS vor
Bad Kreuznach - In die Debatte um den geplanten Schultausch zwischen der Realschule plus an der Heidenmauer und der Integrierten Gesamtschule an der Ringstraße in Bad Kreuznach schaltet sich jetzt auch der CDU-Stadtverband mit seinem neuen Vorsitzenden Gregor Sickel ein. Sickel und Waltraud Schlarb, Schulexpertin der Stadt-CDU, präsentierten einen weiteren Alternativvorschlag.
Der sieht vor, die Realschüler an der Heidenmauer zu belassen und ein ehemaliges Gebäude der Amerikaner in direkter Nachbarschaft des Landesbetriebs Mobilität auf dem Rose-Barracks-Gelände für die Orientierungsstufe der IGS umzubauen. Darin eingeschlossen: Eine eigene kleine Mensa für die aktuell 240 Fünft- und Sechstklässler, unabhängig vom Gebäudekomplex in der Ringstraße. Also anders als das, was CDU-Kreistagsmitglied Peter Anheuser vorgeschlagen hatte. Der wollte die frühere Großküche der Amerikaner und vier angrenzende Gebäude für die IGS umbauen lassen – mit mehr als neun Millionen Euro viel zu teuer.
Die Stadt-CDU schätzt ihre Variante hingegen auf circa 2,2 Millionen Euro – also ähnlich teuer wie der geplante Umzug der Schulen. „Wir sind von vielen Eltern angesprochen worden. Deshalb haben wir uns unsere eigenen Gedanken gemacht“, begründet Sickel das Engagement seiner Partei.
Er will den Vorschlag über die CDU-Kreistagsfraktion in den Kreistag einbringen. „Dann erwarten wir eine Prüfung der Verwaltung“, sagt Sickel und betont: „Man darf nichts über das Knie brechen.“ Das Gebäude habe eine Nutzfläche von 2300 Quadratmetern und eine Freifläche für einen Schulhof von 2600 Quadratmetern. Die benachbarte Trampolinhalle und geplante neue MTV-Halle, so Sickel, könnten nach Abstimmung mit dem MTV für den Sportunterricht genutzt werden. Der Gebäudekauf bei der BKEG könne über die Gewobau laufen, eine Vermietung an den Kreis über ein Public-Private-Partnership-Modell.














Diesen Artikel versenden