Mensa auf Schulhof zusammengeschraubt
Bad Kreuznach - Die Vorbereitungen auf den Schulstart am Montag laufen auf Hochtouren. In vielen Schulen sind die Handwerker noch fleißig zugange. Beispielsweise in der Kreuznacher Ringschule, die sich auf den zweiten Jahrgang von IGS-Schülern freut.
Im Hof der Ringschule wurde gestern eine Mensa zusammengeschraubt: Auf 260 Quadratmetern Fläche können dann bis zu 300 Schüler der Integrierten Gesamtschule und der Realschule Plus ihr Mittagessen einnehmen, das der IB liefert. Bisher wurde in einem vergrößerten Klassensaal gespeist – in zwei Schichten mit maximal 95 Schülern. Im neuen Schuljahr steigt die Zahl der Esser um 60 auf 210. So reichten Mena und Küche nicht mehr aus. Der Containerstandort ist so gewählt, dass möglichst wenig Schulhofplatz abgezwackt werden muss. Langfristig soll die Mensa im alten Turnhallentrakt untergebracht werden, der derzeit noch von Fastnachtern und VHS genutzt wird.
Der Containerbau ist die auffälligste Änderung in dem großen alten Gebäudekomplex, doch auch im Innern hat sich viel getan. Bei einem Rundgang mit Schulleiter Dieter Koch-Schumacher wird klar, dass die Kreisverwaltung als Schulträger insbesondere die IGS-Raumrahmenbedingungen erfüllt hat. Da mussten zur Vergrößerung einiger Klassenzimmer im zweiten Stock unter anderem Stahlschienen mit Spezialkränen eingezogen werden und die Lasten mit aufwendigen Gerüsten bis zur Kellersohle „abgefangen“ werden. Das engagierte Lehrerteam habe diese „fröhlich hingenommen“, dankt die Bauleiterin. Koch-Schumacher gibt das Kompliment zurück, dankt“ dem Steuerzahler“ für die Investitionen. Die belaufen sich mit Umbau (250 000 Euro), Mensa-Container (Bau 45 000, Miete jährlich 38 000, Küche und Mobiliar 47 000) und Möbel- und PC-Ausrüstung (geschätzt 70 000 Euro) auf zusammen knapp 500 000 Euro.
Der Schulleiter ist froh über die gute Ausstattung, die gute Lernmöglichkeiten eröffnen. So gibt es für die beiden IGS-Jahrgänge sogenannte „Wideboards“, elektronische Tafeln, die das Landesinstitut in der benachbarten Röntgenstraße zur Verfügung stellte. Als Gegenleistung kann das Institut mittags die Räume für Lehrgänge nutzen. Der Unterricht mit den neuen Medien soll auch in den Fächern Englisch und Deutsch ausgewertet werden. Im dritten Stock gibt es einen großen Computerraum, in dem es 30 Anschlüsse gibt, so dass jeder Schüler einen eigenen Platz hat. Auch hier läuft ein Landesmodell: Das pädagogische Landesinstitut wertete den Computerunterricht aus. So können vom Lehrer-PC aus alle Arbeitsplätze einzeln angesteuert werden. Die sogenannten sozialen Netzwerke (Facebook, wkw) sind übrigens grundsätzlich gesperrt, werden nur für den Unterricht zeitweise freigegeben.
Personell ist die IGS schon recht gut gerüstet. Gestern bereitete sich das Klassenlehrerteam der fünften Klasse auf den Start am Montag vor, heute steigen die Lehrer der sechsten Klasse ein. Im Februar wird wohl auch der Stellvertreterposten besetzt. Zum Leitungsteam gehören noch Christian Petri, der von der IGS Wörrstadt kam, und Kornelia Elfeld, die seit vielen Jahren in der Ringschule in leitender Funktion tätig ist.
„Wir würden ganz gerne hierbleiben“, bringt Kornelia Elfeld die im Raum stehende Umzugsfrage auf den Punkt. Gewachsene Strukturen im Viertel, gute Nachbarschaft von Schulen und Instituten, man fühlt sich wohl. Koch-Schumacher weiß auch von der Realschule am Römerkastell, dass man dort gern bleiben möchte. Er weiß aber auch, dass „seine“ Schule im Endausbau von derzeit 380 auf rund 900 Schüler wachsen wird. Da werde es ohne Anbau nicht gehen. Und ob ein schätzungsweise acht Millionen teurer Bau genehmigt und finanziert wird, ist völlig offen.















Diesen Artikel versenden