25 Häuser nach Waffenfund evakuiert
Rothselberg - Die Hinterlassenschaften eines verstorbenen Mannes haben am Donnerstag in Rothselberg (Kreis Kusel) für Aufregung gesorgt. Beim Entrümpeln des Hauses entdeckte der Sohn des Verstorbenen eine alte Munitionskiste, in der sich Handgranaten befanden. Um 17 Uhr wurden die Funde durch Spezialisten des Landeskriminalamtes Mainz auf einem Feld nahe Rothselberg kontrolliert gesprengt. Um 17.30 Uhr konnten die entlang der Transportstrecke vorübergehend evakuierten Häuser wieder freigegeben werden.
Nach der Mitteilung des Finders waren die Fundstücke durch die Polizei Lauterecken einer ersten Bewertung unterzogen worden. Es handelte sich um drei Handgranaten und diverse Munitionsteile. Der Entschärferdienst des Landeskriminalamtes wurde hinzugezogen. In der Rothselberger Wohnung sichteten die Experten den Fund. Laut ihrer Bewertung dürfte es sich zumindest bei einer der Granaten um einen Blindgänger handeln. Ein Transport der Gegenstände über öffentliche Straßen wurde als zu unsicher eingestuft und die kontrollierte Sprengung der explosiven Waffen außerhalb des Ortes empfohlen.Ein entsprechender Platz wurde vorbereitet. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wolfstein und der verständigte Rettungsdienst übernahmen zusammen mit der Polizei die Evakuierung der Bevölkerung entlang der vorgesehenen Wegstrecke für den Transport der gefährlichen Gegenstände.
Alle Feuerwehren der Verbandsgemeinde Wolfstein waren im Einsatz. Der Wehrleiter koordinierte die Feuerwehrkräfte. Der Leitende Notarzt und der Organisationsleiter des DRK waren für die Rettungsdienste federführend.
25 Häuser waren betroffen. Die Anwohner und ihre Besucher mussten die Häuser und Wohnungen kurzfristig räumen. Ein Entschärfer trug schließlich nach Abschluss der Vorbereitungen im Schutzanzug die „Munitionskiste“ zum präparierten Transportfahrzeug. Auf dem Feld hob er dann die Kiste wieder aus dem Transporter und legte sie in die ausgehobene und mit Strohballen zusätzlich gesicherte Grube. Anschließend entfernte er sich aus dem Gefahrenbereich, und die brisante Packung wurde aus der Ferne gesprengt.
Weder bei der Evakuierung noch beim Transport kamen Menschen zu Schaden.
In Zusammenhang mit Munitionsfunden weist die Polizei noch einmal darauf hin: Bei „Entdeckungen“ dieser Art sollte immer die nächste Polizeidienststelle informiert werden. Die Munitionsteile sollen liegengelassen und nicht bewegt werden. Ein Beispiel, wie es laufen sollte: Vor wenigen Tagen bat eine Frau aus Kreimbach-Kaulbach (Kreis Kusel) bei der Polizei um Rat, weil sich aus dem Besitz ihres verstorbenen Mannes noch ein Gewehr und Munition in ihrem Haus befänden. In Absprache mit der zuständigen Kreisverwaltung wurden die Gegenstände bei der Seniorin abgeholt.















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