Binnenschiffern droht Gästeschwund
Rhein-Lahn - Ob Rhein, Mosel oder Lahn: Auf den rheinland-pfälzischen Flüssen sind viele Passagierschiffe unterwegs. Knapp 80 Tagesausflugs-Schiffe sind nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) im Land registriert, viele davon im Rhein-Lahn-Kreis.
Sie bieten Platz für insgesamt rund 25 000 Passagiere. Hinzu kommen 11 Flusskreuzfahrtschiffe für rund 1500 Fahrgäste. Damit liege Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich hinter Bayern auf dem zweiten Platz, was die Passagierzahlen angeht.
Doch die Branche befürchtet, dass viele Gäste wegen der gestiegenen Fahrpreise künftig ausbleiben. Dafür macht sie in erster Linie die Mehrwertsteuer auf Fahrscheine verantwortlich, die von sieben auf 19 Prozent erhöht wurde, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Der BDB befürchtet Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent. Dadurch wären bis zu 2600 Arbeitsplätze gefährdet.
Rainer Weinand, Geschäftsführer der Loreley-Linie Weinand in Kamp-Bornhofen spricht von einem großen Problem. „Wenn die Leute die Preise für die Fahrten sehen, fallen sie langsam um“, sagte er. „Wir müssen die Steuer umlegen, wir können sie nicht selbst schlucken.“ Er rechne damit, dass sich künftig so manche Familie angesichts der höheren Kosten gegen eine Schiffstour entscheiden wird. Weinand hat mittlerweile mehrere Finanzbehörden angeschrieben und kämpft nun darum, wieder den geringeren Mehrwertsteuersatz für Linienfahrten auf dem Rhein nehmen zu dürfen. Viel Zeit bleibt nicht, denn Mitte April geht es mit der Saison los.












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