Notarzt: Lösung nur mit mehr Geld
Kreis Altenkirchen - Die problematische Situation der Notarztversorgung im Kreis Altenkirchen bleibt in der Diskussion. Landrat Michael Lieber sieht die „Bevölkerung aufgerüttelt“ durch ständig nicht besetzte Notarztdienste. Auch in der Politik sieht er Bewegung. So hat er jetzt Kreisvorstand und Fraktionsvorsitzende im Kreistag zu einem Gespräch zu dem Thema eingeladen. „Es muss etwas passieren“, so Lieber.
Für den Landrat ist auch wichtig, dass nun politischer Druck ausgeübt werden muss. Auch wenn er die Ansiedlung der Notarztdienste bei den Krankenhäusern für sinnvoll erachte, so habe sich doch gezeigt, dass es so nicht mehr funktioniere.
Für Lieber ist klar, dass auf jeden Fall mehr Geld in das System muss. Auch wenn die Krankenkassen sagen, dass 660 000 Euro reichen, so ist sich Lieber sicher: „Es reicht nicht.“
Während heute für den Notarzt 25 Euro in der Stunde gezahlt werden, geht Lieber von mindestens 35 Euro oder eher noch 45 Euro pro Stunde aus, die benötigt würden, um die Notarztdienste zu organisieren. „Wir brauchen Ärzte durch Geld.“ Erst wenn ein solides Budget zur Verfügung stehe, könne über die organisatorische Gestaltung geredet werden. Das ist auch die Antwort von Lieber, der auch DRK-Kreisvorsitzender ist, mit Blick auf die Möglichkeit, dass das DRK die Trägerschaft der Notarztdienste übernimmt. Aber insgesamt will Lieber die Krankenhausärzte nicht ganz außen vor lassen. Froh ist er auch, dass es in der Region noch Hausärzte gibt, die Notarztdienste auch für 25 Euro übernehmen.
Woher das zusätzliche Geld für die Notärzte kommen soll? Zum einen seien die Krankenkassen in der Pflicht, zum anderen müsse bei den Notärzten auf Landesebene über einen Finanzausgleich nachgedacht werden, schlägt der Landrat vor.Andreas Neuser













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