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MTD-Manager lassen Staatssekretär Hintze bei Wolf-Garten warten

Betzdorf - War es Arroganz der Macht, nur ein Missverständnis oder ist es die Art der Manager von MTD wie sie mit Beschäftigten von Wolf-Garten und Politikern umgehen? Am Montag ließen sie Staatssekretär Peter Hintze (CDU), MdB Erwin Rüddel (CDU), Landrat Michael Lieber, Betzdorfs Bürgermeister Bernd Brato, Gewerkschaftsvertreter und Betriebsräte sitzen und längere Zeit warten. Die MTD-Manager saßen stattdessen, so wurde vor Ort erzählt, beim Mittagessen im Breidenbacher Hof.

Peter Hintze, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, setzt sich für Wolf-Garten am Standort Betzdorf ein. Das verdeutlichte er vor dem Werkstor.
Andreas Neuser


Mit Peter Hintze, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin, war immerhin ein sehr hochrangiger  Politiker vor Ort, der sich für den Erhalt von Wolf-Garten einsetzt.
Um 12 Uhr waren die Beschäftigten vor dem Werkstor. Hintze informierte sie und setzte sich für den Werkserhalt ein. Anschließend sollte ein Gespräch mit den MTD-Managern stattfinden. So war es abgesprochen, sagt die IG Metall. Denn um 13 Uhr waren weitere Gespräche der Manager mit Betriebsrat und Gewerkschaft angesetzt. Doch Hintze und Gefolgschaft mussten warten.
MTD-Europachef Peter Janssen und der MTD-Werkleiter für Deutschland, Stefan Bader, tauchten erst kurz vor 13 Uhr an der Firma auf. Die Beschäftigten waren da bereits wieder im Werk. Wollten sie einer Konfrontation aus dem Weg gehen? Anschließend nahmen sich die Manager dann aber doch rund eine Stunde Zeit, um mit dem Staatssekretär zu reden. Hintze bat die Manager darum, auf das Konzept des Betriebsrates zu setzen.
Peter Hintze sagte den Beschäftigten von Wolf-Garten Unterstützung zu. Das Konzept des Betriebrates, das auf Forschung und Entwicklung, Montage und Logistik am Standort Betzdorf setzt, findet Hintze schlüssig.  

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel hatte sich dafür eingesetzt, dass der Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium nach Betzdorf kommt. Auch Rüddel findet,  dass alle Chancen genutzt werden müssen, um den Standort Betzdorf zu erhalten. MTD wäre gut beraten, sich mit dem Konzept des Betriebsrates auseinanderzusetzejn. Das helfe nicht nur Betzdorf sondern auch MTD.
Leonhard Epping, Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Betzdorf, kündigte an, dass es am Donnerstag unter den Gewerkschaftsmitgliedern eine Befragung gebe. Da geht es dann um Streikmaßnahmen.

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