Friesenhagen: Grünes Licht für Kunstrasen
Friesenhagen - Exakt 92 Minuten vor Beginn der Sitzung des Ortsgemeinderats Friesenhagen am Dienstagabend kam die frohe Botschaft per Fax: Das Land Rheinland-Pfalz übernimmt 40 Prozent der Netto-Kosten (176 000 Euro) für den Bau einer Kunstrasenanlage am Sportplatz.
„Da haben wir lange für gestritten und gekämpft“, sagte der stellvertretende DJK-Vorsitzende und Ratsmitglied Horst Reimann (SPD). Um die Landes-Förderung zu bekommen, seien laut Reimann lediglich noch „einige Hausaufgaben zu machen“.
Voseiten der Ortsgemeinde plant die DJK mit einem zusätzlichen Zuschuss von 120 000 Euro, vom Kreis erwartet der Verein 66 000 Euro, sagte Kassierer Josef Schmallenbach, der dem Rat die Finanzierung des Großprojekts vorstellte.
Die übrigen Mittel muss der Sportverein selbst aufbringen. 45 000 Euro liegen bereits auf der „hohen Kante“ und 21 000 Euro kamen bei einer Spendenaktion zusammen, so der Kassierer. Von Gesamtkosten in Höhe von 525 000 Euro ist der Verein bisher ausgegangen.
Diese Zahl korrigierte Klaus Bohmhammel vom Ingenieurbüro Gewatec (Neunkirchen), der dem Rat die konkreten Maßnahmen präsentierte, allerdings nach oben: 562 000 Euro soll der Bau laut Planentwurf kosten. Neben dem eigentlichen Kunstrasenplatz samt Drainage und Kanal entstehen zum Sportlerheim hin zusätzlich ein Fußball-Kleinfeld sowie zwei Klicker-Plätze. Dazu wird das bestehende Plateau erweitert. Mit rund 2700 Kubikmetern Erdmaterial, die beim Sportplatzbau anfallen, soll die Böschung erweitert werden. Zusätzlich werden eine Weitsprunggrube sowie ein Zaun um die gesamte Anlage gebaut. Das Teilstück der Klosterstraße entlang des Sportplatzes wird ebenfalls verändert. Der Gehweg wird deutlich schmaler – hier entstehen 21 Parkplätze.
Zudem wird es eine neue Zufahrt zum Sportlerheim samt Wendemöglichkeit geben. 95 000 Euro setzt Planer Bohmhammel hier an, die die Ortsgemeinde als Straßeneigentümerin übernimmt. Ortsbürgermeister Bruno Schuh: „Wir freuen uns, dass wir einen schönen, neuen Sportplatz bekommen.“ Daher solle auch die Verkehrsanbindung vernünftig gestaltet werden.
Mehr dazu lesen Sie in der Freitagausgabe der Rhein-Zeitung für den Kreis Altenkirchen.













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