Wie twittert man im All? - Astronauten verraten es beim ersten SpaceTweetup
Köln - Es dürfte eine Sternstunde für die Teilnehmer sein: Für 60 Twitterer öffnen sich alle möglichen Türen - weil sie beim ersten SpaceTweetup in Europa dabei sein werden. Europäische Weltraumagentur ESA und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) empfangen Twitterer als VIP-Besucher - damit sie ihre Eindrücke eifrig verbreiten.
Lars Wienand, Social Media-Redakteur unserer Zeitung, ist am Sonntag beim Tag der Luft- und Raumfahrt unter den twitternden Teilnehmern und hat sich im Vorfeld mit Andreas Schepers unterhalten, der Communication Officer am Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC der ESA in Darmstadt ist, sich um Medienarbeit und Social Media kümmert und für die ESA als @ESA twittert. Schepers wollte aber nicht verraten, wie man aus dem All twittert - das sollen die Astronauten selbst tun.
418 Bewerber aus 29 Ländern hatten sich für das SpaceTweetup beworben – klingt schon im Vorfeld nach einem Erfolg. Können ESA und DLR also allen Forschungseinrichtungen empfehlen, oder?
Wenn man Themen hat, die auf eine große allgemeine Begeisterung stoßen oder in einer bestimmten Szene, dann kann ich mir das gut vorstellen. Ich muss aber gestehen, dass ich kein Tweetup in anderen wissenschaftlichen Bereichen kenne. Rund um die Raumfahrt gibt es eine große Szene von Fans. Das sind nicht einfach nur Leute, die blind einfach Astronauten toll finden, sondern die interessieren sich schon sehr sehr stark für bestimmte Bereiche. Was uns wirklich überrascht hat, ist die unglaubliche Motivation der Leute. Da kommen Menschen aus den USA her, aber auch aus ganz Europa, aus Spanien und Griechenland, die fliegen nur dafür ein. Die Motivation ist, das Programm zu erleben, auf Tuchfühlung mit Astronauten zu gehen - und eben auch einen Tag mit Gleichgesinnten zu verbringen.
Gleichgesinnte? Ich verbinde ein Schwarzes Loch vor allem mit der Waschmaschine, die Socken frisst ..!
Das Teilnehmerfeld ist extrem breit gefächert. Wir haben Fach- und Wissenschaftsjournalisten wie @fischblog, aber wir haben auch mehr in der Social Media-Szene beheimatete bekannte Twitterer, die durchaus Faszination für Raumfahrt haben. Ich denke da etwa an @Videopunk, natürlich auch ein Medienmensch, aber hat sich bisher nicht hevorgetan mit großem wissenschaftlichem Output zur Raumfahrt. Umso mehr freut uns das, dass er kommt. Oder jemand wie @hirnrinde, der im Ruhrgebiet eine echte Social Media-Hausnummer ist.
Wie kam denn die Auswahl zustande?
Wir haben eine offene Anmeldung gehabt und bei ESA und DLR gemeinsam überlegt, wer dabei ist. Klar war, einen bestimmten Anteil für Deutsche zu reservieren und den Rest freizugeben für internationale Teilnehmer. Die verschiedenen Twitterer der ESA und der DLR…













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