Eifel-Ohr belauscht Schwarze Witwen im All
Effelsberg - In einem kleinen Eifel-Tal, etwa zehn Kilometer von der Ahr entfernt und genau an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gelegen, versteckt sich ein stählerner Koloss: Das 100 Meter durchmessende Radioteleskop Effelsberg, eines der größten seiner Art weltweit. Von hier lauschen Astronomen fast bis ans Ende des Weltalls und bis zum Beginn der Zeit zurück.
Das Radioteleskop wird bald 40 Jahre alt, gehört aber noch lange nicht zum alten Eisen. Es ist eines der begehrtesten astronomischen Beobachtungsinstrumente weltweit und eines der beiden größten seiner Art. Fotomontage: Magnus
So hören sich die Sphärenkänge des Radioteleskops an:
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Diese kosmischen Ereignisse spielen sich in unvorstellbaren Größen und Entfernungen ab. Ihre Beobachtung dient aber gelegentlich ganz irdischen Zwecken: „Wir messen heute die Kontinentaldrift, also die Bewegung der Erdteile zueinander“, erklärt Astronom Uwe Bach. Er arbeitet für das Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, den Betreiber und Eigentümer des Radioteleskops Effelsberg. „Wir Astronomen sind daran interessiert, weit entfernte Galaxien in hoher Auflösung zu messen. Die Geodäten arbeiten genau anders herum. Sie nehmen die Fixpunkte am Himmel und bestimmen damit hoch präzise Entfernungen auf der Erde. Dafür arbeiten heute 16 Radioteleskope auf der Nordhalbkugel der Erde zusammen.“
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