Nürburgring – „Das Wetter ist eine Kriegserklärung an uns. Mal schauen wer gewinnt“, sagt Thorsten Trütgen mit einem Schmunzeln im Gesicht. Der Sprecher des DRK-Kreisverbands Bad Neuenahr-Ahrweiler meint die super Temperaturen und die knallende Sonne.
Viele der Festivalbesucher sind zwischen 18 und 25 Jahren alt, sagt Trütgen. „Die kommen direkt aus dem Hotel Mama zu Rock am Ring.“ Klar, dass da nicht an Sonnencreme und ausreichend Wasser gedacht wird. Außerdem würden viele aus Norddeutschland den harten vulkanischen Boden der Eifel unterschätzen. Beim Zeltaufbau würde dann so lange auf die Heringe gekloppt, bis die Daumen zertrümmert sind. „Ich sage immer: Zwei Zentimeter versetzen, da ist dann garantiert eine Lehmspalte, wo der Hering locker reingeht“, berichtet Trütgen.
In den ersten beiden Tagen haben die 250 DRK-Mitarbeiter und 10 Ärzte gut 1000 Patienten versorgt. Die meisten haben bösen Sonnenbrand, Blasen an den Fersen, Schürfwunden, Knochenbrüche und Kopfweh.
Im Medical-Center bei der Hauptbühne geht ständig die Tür auf. Immer wieder schneien Besucher herein, weil sie Hilfe brauchen. Die DRK-Kräfte gehen souverän mit den Patienten um. Hier wird jeder versorgt, ganz ohne Versicherungskarte und Gebühren. Finanziert wird der Service vom DRK und der Nürburgring GmbH, sagt Trütgen.
Besonders stolz ist er, dass in seinem ein neuer Off-Road-Transporter getstet wird. Studenten aus Hamburg prüfen den Einsatzwagen im Gelände, um den Prototypen weiterzuentwickeln. Damit können Verletzte auch im unwegsamen Gelände gerettet werden. (Katrin Steinert/rzmobil)
Zusatz: Thorsten Trütgen blickt zurück auf vier Tage Rock am Ring: „Wir gehen auf die 8500 Hilfeleistungen zu.“ Das ist „absoluter Rekord“. In den vergangenen Jahren schwankten die Einsätze des DRK zwischen 4000 und 5000. Trütgen schreibt diese enorme Steigerung dem Wetter zu.
Mehr gibt's auf der Homepage des DRK http://www2.drkcms.de/drkahrw/presse/presseinformationen-2010/presseinformation-2410-rock-am-ring-2010-meldung-nr-2.html

