Wegen Twitter-Gau: Ashton Kutcher twittert jetzt nach dem Bahn-Prinzip
New York - Etwa 24 Stunden konnte er ohne, nun twittert er wieder - mit Netz und doppeltem Boden. Ashton Kutcher wird den Kurznachrichtendienst nach seinem bösen Ausrutscher und dem vorübergehenden Ausstieg nun nach dem Prinzip der Deutschen Bahn nutzen - es liest jemand gegen.
Lange hatte der Vorsatz nicht gehalten: Mit Hilfe seines Managements will Ashton Kutcher jetzt twittern, ohne dass er sich damit ins Schlamassel reitet. "Ich versuche doch nur, ein guter Mensch zu sein", twitterte er. Zuvor hatte er zerknirscht ein Foto verbreitet, das ihn neben einem Pfeil und dem Satz "I'm with stupid" zeigte - frei überstezt: "Ich bin mit einem Idioten unterwegs".
In seinem Blog schrieb er ergänzend, dass er über Twitter nicht Tratsch oder Gerüchte verbreiten will, sondern fundierte Meinung. Sein jüngster Ausrutscher war bereits sein zweiter, einen dritten soll es nicht geben: Dafür list nun sein Management alle seine Tweets vor dem Absenden. Auf diese Weise nutzt etwa auch die Deutsche Bahn mit ihrem Account @db_bahn Twitter - wer dort einen Tweet schreibt, lässt einen "Empathisanten" darauf schauen. Wenn der keine Bedenken hat, wird der Tweet abgeschickt ... Allerdings gibt es bei der Bahn auf Twitter auch Betriebszeiten von 6 bis 20 Uhr - und Kutcher twitterte bislang zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ihm ist offenbar auch bewusst, dass die Direktheit leiden könnte, die er bei Twitter schätzt. Er habe aber merken müssen, dass Twitter mehr ist als ein spaßiges Instrument, um mit den Menschen zu kommunizieren, schreibt er.
Zuvor hatte er eine Erfahrung gemacht, die vor ihm schon zahllose Menschen gemacht haben: Es kann ins Augen gehen, wenn man seinen Senf zu einem Thema abgibt, über das man nicht informiert ist. Auf Twitter, wo er der erste Nutzer mit einer Million Follower war, empörte er sich am Donnerstagmorgen deutscher Zeit über die Entlassung eines Football-Trainers. Joe Paterno, Coach der College-Mannschaft Penn State Nittany Lions, stand im Kreuzfeuer der Kritik, weil er die Polizei nicht über einen Fall von Kindesmissbrauch informiert hatte. Er hatte nur vereinsintern weitergegeben, als er erfuhr, dass ein Mitglied des Trainerstabs einen Zehnjährigen unter der Dusche missbraucht hatte. Zum Saisonende hatte der 84-Jährige deshalb seinen Job beenden wollen, der Verein hat ihn aber Stunden später vor die Tür gesetzt.
Kutcher, Fan der Iowa Hawkeyes, sah die Schlagzeile im TV und wütete los: In dem gelöschten, aber in dreistelliger Zahl weiterverbreiteten Tweet schrieb er, wie man Joe Patano feuern könne. Das sei eine Beleidigung, würdelos und habe keinen Stil.







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