Rhein-Lahn: 19-Jährige hat aus Traum ein Buch gemacht
Welterod - Ein ungewöhnliches Hobby hat Melanie Dreher. Die Gymnasiastin aus Welterod hat mit 13 Jahren angefangen Geschichten zu schreiben. Mittlerweile arbeitet sie bereits an ihrem zweiten Roman.
Dabei hatte sie gar nicht die Absicht, Autorin zu werden. Eines Nachts hatte sie jedoch einen spannenden Traum, den sie unbedingt festhalten wollte.
Einmal damit angefangen, fügte sie immer mehr Details hinzu. Seite für Seite füllte Melanie Dreher mit Wörtern. Mit 17 hat sie das Buch dann endgültig fertiggestellt.
Der Titel: Shin – Das Geheimnis der Wölfe. „Ich habe es meiner Mutter vorgelesen und sie war so begeistert, dass sie mich dazu brachte, es zu veröffentlichen.“ Einen Verlag hat sie schnell gefunden. Seit Ende letzten Jahres ist der Roman im Handel erhältlich.
Erst die Charaktere, dann die Handlung
Für das zweite Buch hat sich die Schülerin des Wilhelm-Hoffmann-Gymnasiums in St. Goarshausen genau überlegt, wie der Inhalt aussehen soll. „Zuerst habe ich mir die Charaktere ausgedacht und Profile erstellt“, erzählt Melanie Dreher.
Danach erst hat sie sich die Handlung überlegt. Doch wo spielt die Geschichte? In einer Fantasywelt – und die hat die Autorin ganz zum Schluss erschaffen. Dass das Schreiben ein Prozess ist und sich ein Buch entwickelt, weiß die Jungautorin genau: „Meistens weiß man nur das Ende, und selbst das kann sich ändern.“
Freiheit der Gestaltung
Fantasyromane schreibt die Schülerin, weil sie dabei eine größere Freiheit in der Gestaltung hat. „Wenn man Geschichten in der realen Welt erzählt, muss man wirklich ortskundig sein und braucht viele Informationen, damit man nichts Falsches über die Lokalität schreibt.“
Doch nicht nur beim Schreiben, sondern auch beim Lesen ist die 19-Jährige von spannenden und magischen Geschichten fasziniert.
Auch andere Hobbys
„Die Harry-Potter-Bänder habe ich regelrecht verschlungen.“ Natürlich hat Melanie Dreher auch andere Hobbys. „Manchmal habe ich während der Ferien keine Lust zum Schreiben, sondern gehe viel lieber Reiten und treffe mich mit Freunden.“ Aber wenn sie erst einmal angefangen hat, an ihrem Buch weiterzuarbeiten, packt sie der Elan.
Dann kann es sein, dass sie bis tief in die Nacht hinein an ihrem Schreibtisch sitzt. Wie sie es schafft, neben dem Unterricht zu schreiben: „Ich habe noch nie sonderlich viel für die Schule gemacht, trotzdem geht sie immer vor.“ Momentan ruhen sämtliche schriftstellerischen Arbeiten. Die Schülerin bereitet sich nämlich auf ihre Abiturprüfungen vor.
Von unserer Reporterin Gina Haubner







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