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  • Wo die Fachwerkidylle den Alltag bestimmt

    Hier und da hängt auch in Monreal mit seinem romantischen Flair schon mal der Haussegen schief. Doch im Großen und Ganzen fühlen sich die Bürger recht wohl in ihrer Fachwerkidylle. Fast alle der befragten Bewohner könnten sich nicht vorstellen, woanders zu leben.

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    Ingo Beckers und Franz Steffens’ Herzen schlagen für Monreal.
    Ingo Beckers und Franz Steffens’ Herzen schlagen für Monreal.
    Foto: Dosio

    Hier und da hängt auch in Monreal mit seinem romantischen Flair schon mal der Haussegen schief. Doch im Großen und Ganzen fühlen sich die Bürger recht wohl in ihrer Fachwerkidylle. Fast alle der befragten Bewohner könnten sich nicht vorstellen, woanders zu leben.

    Brigitte Stade kann sich nicht vorstellen, woanders zu leben.
    Brigitte Stade kann sich nicht vorstellen, woanders zu leben.
    Foto: Brost

    Monreal - Die Monrealer Bürger, egal ob einheimisch oder zugezogen, stehen alle wie eine Eins hinter ihrem Ort. Kaum jemand kann sich vorstellen, einmal woanders zu leben. Das ist das Ergebnis einer vormittäglichen Umfrage im Fachwerkdorf.

    Ingrid Schieder aus der ehemaligen DDR hat an der Elz eine neue Heimat gefunden.
    Ingrid Schieder aus der ehemaligen DDR hat an der Elz eine neue Heimat gefunden.
    Foto: Dosio

     Ohne Zweifel - der Krimi „Der Bulle und das Landei“ war für das Fachwerkdorf Monreal ein ausgezeichneter Werbeträger. Schlendert man durch den Ort, dann ist immer wieder von Touristen zu hören, dass sie aufgrund des Fernsehfilms an die Elz gekommen sind, um sich hier einmal etwas näher umzusehen. „Es ist tatsächlich hier genau so wie im Film dargestellt, die hübschen Häuser, die schmalen Gässchen. Monreal ist einfach romantisch und sehenswert“, so Besucher aus Oestrich-Winkel, die sich einen Tag Zeit genommen haben, um einen Ausflug in die Eifel zu unternehmen.

    Karl Engels mag Monreals Atmosphäre.
    Karl Engels mag Monreals Atmosphäre.
    Foto: Dosio

    Doch wie sehen es die Monrealer selbst, Einheimische und Zugezogene, für die die Filmkulisse praktisch Alltag ist? Mögen sie ihren Heimatort, ihre Wohnstätte, die im Kern einem bewohnten Museumsdorf ähnelt? Gibt es das ein oder andere zu bemängeln? Die RZ hörte sich bei Monrealern und Zugereisten um. Karl Engels (84) reagiert auf die Frage, ob er sich einen anderen Wohnort als Monreal vorstellen könnte, spontan: „Nein, nein, um Himmelswillen. Ich habe 40 Jahre aus beruflichen Gründen in Köln gelebt. Ich habe 40 Jahre darauf gewartet, dass ich wieder nach Monreal zurückkehren kann. Hier möchte ich nicht mehr weg.“ Die Atmosphäre in dem kleinen Ort gefällt Engels ausgesprochen gut. „Sobald ich die Straße betrete, treffe ich Bekannte, mit denen ich ins Gespräch komme.“

    Von Ingrid Schieder ist Ähnliches zu hören. Die 59-Jährige, die aus der ehemaligen DDR nach Monreal gekommen ist, hat hier eine neue Heimat gefunden: „Ich hing sehr an meinem alten Wohnort und dachte zunächst, wo bist hier denn hingekommen. Heute ist Monreal zu meiner Heimat geworden“, erzählt sie. Dabei deutet sie auf die Pflanzen im romantischen Hof eines alten Fachwerkhauses, das sie bewohnt.

    Pfarrer Rudolf Theobald, ein Saarländer, fühlt sich ebenfalls wohl in Monreal. Besonders erfreut er sich an dem schönen Garten des ansehnlichen Pfarrhauses gleich neben der Kirche. „Der Vorgarten ist was fürs Auge. Hinterm Haus ist der Nutzgarten“, berichtet er. Ihn stört, dass das Kabelfernsehen manchmal nicht funktioniert und in Sachen Infrastruktur könnte das ein oder andere besser sein, aber dennoch sei Monreal ein reizvoller Wohnort.

    Auch Brigitte Stade (54) ist sauer darüber, dass jetzt zweimal in Folge das Kabelfernsehen nicht funktionierte. „Und das ausgerechnet während eines Fußballspiels“, bemängelt sie. Aber trotz dieses Wehwehchens würde sie freiwillig nicht mehr aus Monreal wegziehen. „Das ganze Dorf ist einfach lebens- und erlebenswert, nein, hier möchte ich nicht mehr weg“, sagt sie, wobei sie darauf hinweist, dass sie die Erste Vorsitzende des Monrealer Boule-Klubs ist. Bäckermeister Wolfgang Brixius, ein echter Monrealer, teilt die Meinung der Boule-Spielerin. „Wir haben einen wunderschönen Ortskern, wir haben Ruhe, Idylle, zugängliche Menschen. Es ist einfach schön hier“, sagt er. Der Makel mit dem Kabelfernsehen ist auch ihm bekannt, aber das betrachtet er eher als eine Kleinigkeit, die bald behoben sein wird.

    Mit Leib und Seele Monrealer sind Franz Steffens und Ingo Becker. Die beiden kennt in Monreal und Umgebung jeder Mensch, sind sie doch in verschiedenen Vereinen aktiv und immer dann, wenn es in Monreal ein Fest zu organisieren gibt oder der Ort in irgendeiner Form darzustellen ist, vorne dabei. Während der Filmarbeiten zu dem erwähnten Fernsehkrimi gehörten sie zum Organisationsteam. So war Ingo Becker derjenige, der die Rekrutierung der zahlreichen Komparsen übernommen hatte. Beide sind Mitglied im Verkehrs- und Verschönerungsverein, Steffens sogar dessen Vorsitzender. „Nicht selten bekommen wir zu hören: ,Ach, ihr seid ja schon wieder in der Zeitung zu sehen’“, bemerkt Steffens. „Aber es geht uns hier nicht um unsere Person, sondern um Monreal. Wir leben in einem der schönsten Orte in Deutschland für den es sich lohnt, Werbung zu machen.“ (fjd)

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