Wo die Fachwerkidylle den Alltag bestimmt
Hier und da hängt auch in Monreal mit seinem romantischen Flair schon mal der Haussegen schief. Doch im Großen und Ganzen fühlen sich die Bürger recht wohl in ihrer Fachwerkidylle. Fast alle der befragten Bewohner könnten sich nicht vorstellen, woanders zu leben.
Monreal - Die Monrealer Bürger, egal ob einheimisch oder zugezogen, stehen alle wie eine Eins hinter ihrem Ort. Kaum jemand kann sich vorstellen, einmal woanders zu leben. Das ist das Ergebnis einer vormittäglichen Umfrage im Fachwerkdorf.
Ohne Zweifel – der Krimi „Der Bulle und das Landei“ war für das Fachwerkdorf Monreal ein ausgezeichneter Werbeträger. Schlendert man durch den Ort, dann ist immer wieder von Touristen zu hören, dass sie aufgrund des Fernsehfilms an die Elz gekommen sind, um sich hier einmal etwas näher umzusehen. „Es ist tatsächlich hier genau so wie im Film dargestellt, die hübschen Häuser, die schmalen Gässchen. Monreal ist einfach romantisch und sehenswert“, so Besucher aus Oestrich-Winkel, die sich einen Tag Zeit genommen haben, um einen Ausflug in die Eifel zu unternehmen.
Doch wie sehen es die Monrealer selbst, Einheimische und Zugezogene, für die die Filmkulisse praktisch Alltag ist? Mögen sie ihren Heimatort, ihre Wohnstätte, die im Kern einem bewohnten Museumsdorf ähnelt? Gibt es das ein oder andere zu bemängeln? Die RZ hörte sich bei Monrealern und Zugereisten um. Karl Engels (84) reagiert auf die Frage, ob er sich einen anderen Wohnort als Monreal vorstellen könnte, spontan: „Nein, nein, um Himmelswillen. Ich habe 40 Jahre aus beruflichen Gründen in Köln gelebt. Ich habe 40 Jahre darauf gewartet, dass ich wieder nach Monreal zurückkehren kann. Hier möchte ich nicht mehr weg.“ Die Atmosphäre in dem kleinen Ort gefällt Engels ausgesprochen gut. „Sobald ich die Straße betrete, treffe ich Bekannte, mit denen ich ins Gespräch komme.“
Von Ingrid Schieder ist Ähnliches zu hören. Die 59-Jährige, die aus der ehemaligen DDR nach Monreal gekommen ist, hat hier eine neue Heimat gefunden: „Ich hing sehr an meinem alten Wohnort und dachte zunächst, wo bist hier denn hingekommen. Heute ist Monreal zu meiner Heimat geworden“, erzählt sie. Dabei deutet sie auf die Pflanzen im romantischen Hof eines alten Fachwerkhauses, das sie bewohnt.






























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