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  • Unter- und Oberkreisler eint die Liebe zur Region

    Irgendwo zwischen Wisser- und Gebhardshainer Land steht eine mächtige Mauer. Die Mauer ist unsichtbar, trennt aber seit fast 200 Jahren die Einwohner des AK-Landes in Unter- und Oberkreisler, obwohl es diese eigentlich nicht gibt. Rein äußerlich sind bei den Menschen zwar keine Unterschiede zu erkennen. Aber tief im Inneren müssen sie existieren.

    Kreis Altenkirchen - Irgendwo zwischen Wisser- und Gebhardshainer Land steht eine mächtige Mauer. Die Mauer ist unsichtbar, trennt aber seit fast 200 Jahren die Einwohner des AK-Landes in Unter- und Oberkreisler, obwohl es diese eigentlich nicht gibt. Rein äußerlich sind bei den Menschen zwar keine Unterschiede zu erkennen. Aber tief im Inneren müssen sie existieren.

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    Obwohl der 642 Quadratkilometer große Kreis Altenkirchen in seiner jetzigen Zusammensetzung schon seit anno 1816 besteht, ist es bisher noch niemanden gelungen, die im nördlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz lebenden Menschen zu vereinen, ihnen - im Gegensatz zu den Westerwäldern im Westerwaldkreis - eine eindeutige Identität zu verleihen. Für den Flammersfelder oder Hammer ist Daaden oder Herdorf Ausland. Das viel kleinere Altenkirchen gibt dem Kreis zu Lasten der größten Stadt Betzdorf Namen und Autokennzeichen. Der Niederfischbacher hat nichts gegen den Horhausener, der Weyerbuscher nichts gegen den Friesenhagener. Sie sind sich wechselseitig, außer auf dem Fußballplatz, einfach egal. Und der Wissener besticht durch einen besonderen Stolz auf sein direktes Umfeld.

    Neben der Trennung von Unter- und Oberkreis gibt es im letztgenannten eine weitere: die zwischen Westerwäldern und Siegerländern. Auch hier verläuft die Grenze fließend, sie befindet sich vermutlich irgendwo bei Kirchen - und vor allem in den Köpfen.

    Ein wesentlicher Punkt eint Unter- und Oberkreisler aber dennoch: Sie schätzen ihre Heimat und leben gerne im AK-Land. In unserem Internetforum auf Wer-kennt-wen wollten wir wissen, was die Menschen an unserer Region lieben oder hassen.

     

    Lina Friesen: „Ich liebe die Natur und die Ruhe. Dafür muss man halt leider auf eine Autobahn verzichten. Ich finde die schönen, gepflegten Gärten toll. Die Staus Richtung Hennef sind blöd.“

     

    Stefania Fuchs: „Wo ich geboren bin, führt die A 46 teilweise weniger als 50 Meter an Wohnhäusern vorbei. Hier ist die Autobahn sehr weit weg. Aber dafür haben wir dann auch keinen Lärm.“

     

    Katja Burbach: „Ich bin Siegerländerin und stolz drauf, wohne zwar schon fast zehn Jahre im Westerwald, aber kann mich noch nicht mit den Einwohnern identifizieren. Der Dialekt gefällt mir nicht (das Siegerländer Platt übrigens auch nicht).“

     

    Brigitte Kundler: „Wenn ich an Altenkirchen denke, dann fällt mir der wunderschöne Wald ein, mit Kriegerdenkmal, Bismarckturm, die schönen Wanderwege durch den Wald, das Wiesental. Bis heute habe ich nirgendwo etwas Vergleichbares gefunden, wo man sich so in der Natur entspannen kann. Okay, im Urlaub in Bayern vielleicht.“

     

    Bettina Lück: „Ich liebe am Westerwald seine Höhen und Täler, die Wälder, die schönen Seen, seine Ausflugsmöglichkeiten mit den kleinen versteckten Cafés, seinen Wind. Es ist einfach schön ein Westerwälder zu sein.“

     

    Herbert P.: „Ich bin froh, dass ich nicht in einem Ballungsgebiet wohne, sondern dort, wo es ruhiger zugeht.“

     

    Bärbel Eigner: „Die gemeinen Westerwälder grüßen einen Zugezogenen frühestens nach zehn Jahren, allerdings dann eher aus Versehen, weil das Gesicht doch schon vage vertraut erscheint. Eigentlich schade, dass diese Spezies vom Aussterben bedroht ist. Ich habe 13 Jahre lang sehr gern hier gelebt.“

     

    Simone Schroeter: „Der Westerwald ist ein Motorradparadies. Feine Kurven ...“

     

    Cathérine Molly: „Als Zugezogene aus dem Rheinland kann ich sagen: Die Temperaturen sind hier um 3 Grad Celsius kühler, der Wind ist extrem schärfer, das Klima gesünder (keine Hustenattacken mehr), die Landschaft herrlich zum Wandern, die Menschen sind zurückhaltender. Ich liebe ihre Bodenständigkeit. Andererseits stehen ihre Schwerfälligkeit und Engstirnigkeit in manchen Dingen, die der Rheinländer als ,Peanuts‘ abheften würde, oft im Weg. Genießt das Leben!“ Stefan Nitz

     

    Zu viel von denen und zu wenig von uns: In diesem Beitrag setzt sich unsere Zeitung mit einem Thema auseinander, das uns ständig begegnet. Die Menschen lieben ihre Heimat und leben gern im Kreis, eine unverwechselbare Identität jedoch gibt es nicht.

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