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Rheinland-Pfalz

Regen täuscht: Waldbrandgefahr bleibt hoch

Die Rheinland-Pfälzer sollten sich von dem jüngsten Regen nicht täuschen lassen: Die Waldbrandgefahr im Land bleibt nach Einschätzung des Umweltministeriums hoch. „Tendenziell hat sich die Lage etwas entspannt, allerdings gibt es örtliche Unterschiede“, sagte eine Sprecherin in Mainz. Das Ministerium appelliere weiter mit Nachdruck an die Bürger, große Achtsamkeit walten zu lassen. „Die Aussichten sind, dass es in nächster Zeit nicht viel regnen wird. Das Risiko ist also nur minimal gesunken“, sagte die Sprecherin. Spaziergänger sollten weiterhin kein Feuer entfachen und nicht rauchen sowie kein Glas wegwerfen.

Waldbrand
Bei brennender Hitze ist die Gefahr eines Waldbrandes groß. Wer eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, erhält im Ernstfall Hilfe.
Foto: Julian Stähle – dpa

Auch nach Einschätzung des Waldbesitzerverbands Rheinland-Pfalz bleibt die Waldbrandgefahr hoch. „Der kurzzeitige Niederschlag hat in den meisten Regionen nicht gereicht, um das Wasserdefizit auszugleichen“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schuh in Bad Kreuznach. Die Gewitterfront habe zwar etwas Abkühlung gebracht. „Aber der Waldboden ist vielerorts durch eine abgestorbene Kraut- und Strauchschicht trocken wie Heu. Hier steigt die Gefahr wieder mit der Hitze und der Sonneneinwirkung“, sagt er.

Es geht in den nächsten Tagen erst einmal trocken weiter. Die Menschen in Rheinland-Pfalz erwartet ein sommerliches Wochenende mit viel Sonne und milden Temperaturen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bleibt es am heutigen Samstag meist trocken und sonnig bei etwa 25 Grad. Der Sonntag bringt ebenfalls wieder überall viel Sonne, das Thermometer kann dann stellenweise sogar wieder auf bis zu 30 Grad klettern. Die fast tropischen Nächte sind laut Meteorologen aber vorerst vorbei – bei 9 bis 14 Grad kann die Wohnung nachts optimal durchgelüftet werden.

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