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Puderbach

Schon die alten Ägypter nutzten die Heilkraft der Pilze

Heilpraktikerin Andrea Otten referierte auf Einladung Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde in den Diakonie-Treff in Puderbach.

Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Puderbach

Einige Vitalpilze stellte die Heilpraktikerin Andrea Otten den zahlreich erschienenen Frauen des Offenen Frauentreffs, die auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Verbandsgemeinde Puderbach Ute Starrmann in den Diakonie-Treff in Puderbach zusammengekommen waren, in ihrem interessanten Vortrag vor.

Pilze sind weder Pflanze noch Tier und bestreiten ihre Nahrungsaufnahme durch das Myzelgewebe, das unter der Erde wächst, nur der Fruchtkörper ist über der Erde zu sehen. Pilze sind Destruenten und helfen dabei zum Beispiel totes Holz in Erde zu verwandeln. Man geht davon aus, dass es 1,5 Millionen Pilzarten auf der Welt gibt, von diesen sind allerdings erst 10 Prozent bekannt. Der größte Pilz der Welt ist ein Hallimasch in den USA, dessen Myzel unglaubliche 900 Hektar einnimmt. Er ist geschätzte 600 Tonnen schwer und circa 2400 Jahre alt.

Schon die alten Ägypter nutzten die Heilkraft der Pilze und wogen diese mit Gold und Silber auf. Auch Ötzi hatte Pilze für Wundheilung und gegen Verdauungsprobleme auf seinem Weg durch die Alpen dabei. Im Mittelalter geriet das Wissen um die heilenden Kräfte der Pilze leider in Vergessenheit, erst im 20. Jahrhundert gelangten die Lehren durch die Traditionelle Chinesische Medizin wieder in den Westen.

Pilze enthalten wichtige Vitamine und Spurenelemente. Eingenommen werden die vorher getrockneten und zermahlenen Vitalpilze in Kapselform, um die größtmögliche Aufnahme durch den Körper zu erreichen. Außerdem gibt es Teesorten, die Pilze enthalten. Bekannt sind heute 14 Vitalpilze, die sich auch untereinander kombinieren lassen. Da Pilze Schwermetalle und Radioaktivität binden, werden sie auch häufig in der Krebstherapie angewendet. Nebenwirkungen treten so gut wie nie auf. Natürlich muss sich der Körper zunächst an die Einnahme gewöhnen. In der Schwangerschaft, bei Allergien und Intoleranzen sollte man einen Arzt hinzuziehen. Die Einnahme dauert in der Regel drei bis vier Monate. In der Krebstherapie meistens sogar länger.

Bei grippalen Infekten sowie Harnwegsinfektionen kann der Coriolus helfen, der sich gut mit dem Agaricus, einem Pilz aus dem brasilianischen Regenwald, verträgt, der besonders ausgleichend auf das Immunsystem wirkt. Wer mehr Antrieb braucht, mit Ängsten und Unruhe zu kämpfen hat, greift auf den Cordyceps zurück, einem Pilz aus dem tibetanischen Hochland, der auch bei depressiven Verstimmungen und Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt wird. Bei Magen-Darmerkrankungen setzt Frau Otten auf den Hericium, der auch bei Wechseljahrbeschwerden hilft. Der Reishi dagegen verbessert die Sauerstoffaufnahme des Blutes und wird bei Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt.

Die Vitalpilze sind bei Reformhäusern und im Internet erhältlich. Die Gesellschaft für Vitalpilze hat eine Broschüre mit vielen Erklärungen zu den einzelnen Pilzen herausgeben. Diese kann auf der Serviceseite der Homepage unter www.vitalpilze.de/broschueren-download heruntergeladen werden.

Der nächste Offene Frauentreff findet am 10. Oktober im Diakonie-Treff, Mittelstraße 18, Puderbach statt. Anmeldungen bitte bis zum 8. Oktober an die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Puderbach Ute Starrmann unter Telefon 02684/5700 oder per E-Mail an ute.starrmann@online.de.

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