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Bingen

Sorge um sinkende Kirchenmitgliederzahlen wächst

Zwischen Verlustangst und Aufbruch – Klausurtagung der Pfarrgruppe Rheinhessische Schweiz auf dem Rochusberg.

Foto: Pfarrgruppe Rheinhessische Schweiz

Vom 7. zum 8. September fand die jährliche Klausurtagung in der Pfarrgruppe Rheinhessische Schweiz statt. 17 Aktive aus den zehn Dörfern der Pfarrgruppe trafen sich auf dem Rochusberg mit dem Dekanatsreferenten Guntram König und Pfarrer Harald Todisco und der Pastoralen Mitarbeiterin Simone Biegner, um über die aktuelle Situation in den Gemeinden und die anstehenden Veränderungen nachzudenken. Aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, es kaum noch Priester geben wird und auch die aktiven Ehrenamtlichen nicht leichter zu finden sein werden, wächst die Sorge unter den Klausurteilnehmern, dass es nicht leicht sein wird, für die anstehenden Wahlen zum Pfarrgemeinderat im kommenden Jahr Kandidaten zu finden.

Im Bistum Mainz wird schon in der Fastenzeit 2019 damit begonnen werden, neue pastorale Wege einzuschlagen, um dann bis zum Jahr 2021 eine Klärung für die neuen Strukturen herbeizuführen. Die Klausurteilnehmer befürchten, dass die hauptverantwortlichen Pfarrer mit noch größeren Einheiten im Dekanat als die derzeitigen sieben Pfarrgruppen, wohl grundsätzlich überfordert und weit weg vom Gemeindeleben sein würden, weshalb hier Zweifel und Sorgen ins Gespräch gebracht wurden. Eine echte Beteiligung der Laien, weniger Verwaltungsarbeit für die Priester und Pfarrer zugunsten der Seelsorge – der Begegnung mit den Menschen in den Gemeinden – wurde mehrfach eingefordert.

Da aber die finanziellen Mittel und die tatsächlich vorhandenen Menschen, die sich als Priester oder Gemeindereferenten in die Gemeinden einbringen werden, weiterhin stark zurückgehen, bleibt hier aktuell eine große Ratlosigkeit. Im Blick auf das Zweite Vatikanische Konzil und aktuelle missionarische Bewegungen, nicht nur in der Katholischen Kirche, wollen die Aktiven in der Pfarrgruppe gemeinsam mit den Gremien nach Antworten und Ideen suchen, in diesen, nicht zu haltenden Prozess der Veränderungen im Bistum, im Dekanat und den Pfarrgruppen und Gemeinden einzusteigen, da es sicher ist, dass es bis 2030 ganz andere Strukturen geben wird.

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