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Brachbach

Fit bleiben bis ins hohe Alter bei der Jagd nach dem Schweinchen

Die ​Bouleabteilung des SC 09 Brachbach lädt Interessierte ein, den beliebten Sport kennenzulernen.

Foto: SC 09 Brachbach

Sehr oft wird uns der Bewegungsmangel der Bevölkerung vor Augen geführt. Woran liegt das? Ist es der berufliche Alltag, der uns von der Arbeit zur Couch führt? Oder ist es die Unlust, nach getaner Arbeit noch etwas für Geist und Körper zu tun? Oder ist es eine körperliche Beeinträchtigung, die uns im Alter davon abhält, sich zu bewegen?

Jeder ist in der Lage, Boule – Petanque zu spielen. Bei dieser Sportart werden Geist und Körper gleichermaßen beansprucht. Und es bedarf keiner großen Kraftanstrengung. Der medizinische Nutzen ist unbestritten. Durch ein regelmäßiges Training kann der Mensch eine sehr positive Auswirkung auf sein körperliches Befinden erlangen. Man bewegt sich viel, aber moderat, und das noch an der frischen Luft.

Dies findet ein begeisterter Boulespieler, Edmund Bischoff aus Neuenkirchen auch und schreibt: "Schaut man Boulespielern nur kurzzeitig zu, sieht man oft nur, wie sie auf dem Platz zusammenstehen und wie gebannt auf die Kugeln schauen und palavern. Doch an einem Boule-Tag werden meist mehrere, oft bis zu sechs komplette Boule-Partien gespielt. Geht man davon aus, dass es pro gespielter Aufnahme meistens nur ein oder zwei Punkte gibt, manchmal drei, seltener jedoch mehr, und eine Partie erst bei 13 endet, kommt man schnell auf rund 60 gespielte Aufnahmen und 150 geworfenen Kugeln am Tag. Bei einem Kugelgewicht von 700 Gramm hat man also allein über 100 Kilo Stahl durch die Luft geworfen. Das mit den Laufbewegungen ist zwar individuell unterschiedlich, aber bei einem taktisch versierten Spieler dürfte die Lauf-Bilanz in unserem Beispiel etwa wie folgt aussehen: Rund anderthalb Kilometer hat der Spieler wohl nur zum Einsammeln seiner Kugeln zurückgelegt. Nimmt man noch die häufige Suche nach einem guten Aufsetzpunkt und das reichliche Palaver über die Spielsituation hinzu, bei dem der Spieler mit seinen Partnern, immer wieder die sechs bis zehn Meter, zwischen Abwurfkreis und Schweinchen hin- und her gelaufen ist, dann könnten es sogar drei, wenn nicht vier Kilometer und mehr gewesen sein."

Wer sich also dieser Sportart widmet, bleibt in Bewegung, fordert seinen Geist, um taktische Spielzüge zu erarbeiten, und hat noch Spaß durch Geselligkeit. Ein großer Nebeneffekt ist dabei auch noch der Stressabbau, und man kann sich dabei auch noch sehr gut entspannen. Eigentlich sollte diese Sportart von Sport-Therapeuten und Ärzten verordnet werden."

Infos zu Spielmöglichkeiten und Trainingszeiten erfahren Interessierte per E-Mail an reinhard.fischbach@gmail.com oder unter Telefon 0170/366 29 14.

Bericht des SC 09 Brachbach

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