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Vallendar

Neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken

Gemeindereferenten treffen sich zur Jahrestagung im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar.

Foto: Bistum Trier

Den persönlichen Kraft- und Motivationsquellen auf die Spur kommen, die eigenen Ressourcen erschließen und neue Möglichkeiten für die tägliche Arbeit entdecken: Das stand für 140 Gemeindereferenten im Bistum Trier bei ihrer Jahrestagung vom 10. bis 12. September im Forum Vinzenz Pallotti in Vallendar auf dem Programm. Neben dieser Stärkung für die beruflichen und persönlichen Aufgaben stand auch ein Gespräch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann über aktuelle Themen der Berufsgruppe auf dem Programm.

Die Referentin Dr. Andrea Mohr, tätig unter anderem als Psychologin in der Lebensberatung des Bistums in Bitburg, stellte in Einzel- und Gruppenarbeit die Methode des sogenannten „Zürcher Ressourcen Modells“ in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den Tagungsteilnehmern. Das Modell zur Stärkung der Eigenkompetenzen befähigt und ermutigt, die eigenen Ressourcen zu entdecken und sich bewusst zu machen, was bereits an positiver Energie in jedem Einzelnen schlummert und als „Antreiber“ und Stütze im Alltag zur Verfügung steht.

Was jede und jeden Einzelnen „trägt und beschwingt, was beseelt, beflügelt und Kraft geben kann“, war dann auch eines der Themen, über die sich sechs Gruppen mit dem Bischof als Gesprächsgast austauschen konnten. Vielfach wurden bestimmte Aspekte aus der täglichen Arbeit als „Kraftquellen“ benannt – aber auch ganz andere, wie zum Beispiel das Salsa-Tanzen in der Freizeit. Während in der zweiten Gesprächsrunde zur Synodenumsetzung Fragen nach dem Erkundungsprozess, zu den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft oder zu den geplanten Geistlichen Zentren im Vordergrund standen, beleuchtete der Gesprächskreis zur „Entwicklung der Pastoral“ Fragen nach Nähe, Beziehung und Begleitung in der Zukunft. „Es wird weniger, aber verbindlichere Möglichkeiten der Nähe geben“, prophezeite der Bischof. Mit Blick auf die weiten pastoralen Räume betonte er das notwendige Nebeneinander von territorialen Substrukturen („die wird es weiterhin geben“) und einer themen-, projekt- und interessenorientierten Pastoral.

In zwei Runden richteten die Gemeindereferentinnen und ‑referenten Fragen zur möglichen Entwicklung ihres Berufsprofils sowie zu Aspekten von „Kirche in der Welt“ an den Bischof – geprägt auch von kritischen Anfragen nach der Glaubwürdigkeit oder dem Frauenbild in der Kirche.

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