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Koblenz

Der Fahrradprotest in Koblenz geht weiter

Über 40 Radler waren gegen die Neuplanung der Pfaffendorfer Brücke und die verschleppte Entschärfung des Peter-Altmeier-Ufers unterwegs. Es war eine Gedenkfahrt für den verstorbenen Radaktivisten Peter Gorius.

Viele der Räder und Teilnehmer trugen Zeichen der Trauer um den vor einigen Wochen verstorbenen Radfahrbeauftragten Peter Gorius. Egbert Bialk vom BUND Koblenz dazu: „Im Gedenken an ihn und seine Anliegen radeln wir heute. Es ist sicher in seinem Sinne, dass die Forderungen der bisher vernachlässigten Verkehrsteilnehmer deutlich auf die Straße getragen werden. Der öffentliche Straßenraum gehört nicht nur den Autos sondern uns allen, auch denen, die zu Fuß oder per Rad sicher und umweltfreundlich unterwegs sind!“

Mit einer großen Gruppe setzte sich die sogenannten „Critical Mass“ (kritische Masse) dann in Bewegung, um einige neuralgische Punkte als geschlossener Verband anzusteuern: Zunächst den Saarplatz und das Moselufer, wo die Radfahrer mangels Radwege oder Schutzstreifen seit Jahren gefährdet sind. „Ans Peter-Altmeier-Ufer gehören rechts und links Schutzstreifen plus Tempo 30, dann trauen sich Radler wieder runter vom Gehweg, und die Gefährdung der Fußgänger hört auch auf“, so Dr.Thomas Bernhard. Viele an die Räder geheftete Plakate untermauerten diese Forderung.

Auf dem Jesuitenplatz vereinigte sich der Tross mit einer Gruppe von E-Lasten-Radfahrenden aus Österreich. Diese hatten auf ihrem Weg von Amsterdam zum Bodensee auch in Koblenz Station gemacht, um für das Fairhandel-Projekt „Klima-Bohne“ Kaffee und Schokolade anzubieten.

Letzte Station war die Pfaffendorfer Brücke. Patrick Zwiernick, grüner Stadtrat, kritisierte heftig die Planungen des Bauamts und forderte moderne, also voneinander getrennte Rad- und Fußwege.

Nach der Brückenbefahrung und über den autoreichen Friedrich-Ebert-Ring ging es zurück zum Löhrrondell, wo sich künftig die Critical Mass auch weiterhin treffen wird. Termin ist immer der erste Donnerstag im Monat, um 17.30 Uhr, das nächste Mal also der 5. Juli.

Weitere Informationen gibt es beim BUND-Regionalbüro, unter Telefon 0261/973 45 39, per E-Mail an regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de un in der Kornpfortstr. 15 in Koblenz.

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