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Bendorf-Sayn

Brunnen erinnert an den Spitznamen der Ortsbewohner von Sayn

Der Baweslääwer-Brunnen in Alt-Sayn plätschert dank Werner Dietz und seiner Helfer wieder munter. „Viele Gäste in unserem Ort freuen sich darüber“, so Dietz.

Das Bild zeigt Werner Dietz mit dem neuen Schild.
Das Bild zeigt Werner Dietz mit dem neuen Schild.
Foto: Veranstalter

Sehr oft aber sei er während seiner Arbeiten angesprochen worden, welches Motiv der Brunnen darstelle. Da war für Werner Dietz schnell klar: Hier muss eine kleine Infotafel her. Zur Geschichte bat er Peter Siebenmorgen vom Heimatarchiv Sayn, der die Fakten zusammengeschrieben hat. Hermann Eifler vom Bendorfer Betrieb Schablo Werbetechnik stellte die Infotafel zur Verfügung. Nun können sich auch die Gäste informieren.

Der Baweslääwer-Brunnen erinnert an den Spitznamen der Ortsbewohner von Sayn. Wenn man hinschaut, sieht man, was die Dialetkbezeichnung bedeutet: „barfuß laufen!“. Der Name „Baweslääwer“ geht zurück auf die arme Zeit der Bevölkerung aus Alt-Sayn, die nicht ausreichend Geld für Schuhe hatte. Daher wurde „barfuß gelaufen“. Die fürstliche Familie schenkte der Überlieferung nach früher in jedem Jahr am Martinstag den Kindern aus Alt Sayn ein Paar Schuhe.

Der Baweslääwer-Brunnen wurde im Juni 1984 aufgestellt. Gegossen wurde er in der früheren Kunstgießerei Schmidt und Wahl. Als Modell stellte sich der damals achtjährige Torsten, der Sohn von Winfried Wahl, zur Verfügung. Hermann Müller, Mitbegründer der Vereinigung „Sayner Heimatfreunde“ hatte damals den Entwurf eingereicht, der den ersten Platz belegte. An gleicher Stelle stand bereits 1890 ein Brunnen, der zur Wasserversorgung für Alt Sayn diente. Er soll bis 1920 gestanden haben. Den Spitznamen der „Sääner Bawes Lääwer“ kürzten die Karnevalisten für ihren Schlachtruf ab und rufen seither „SäBaLä“. Die Stadtverwaltung erteilte die Genehmigung zur Anbringung des Schildes in der einheitlichen Gestaltung der Schilder in Bendorf.

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