Archivierter Artikel vom 20.02.2016, 18:21 Uhr
Innsbruck/Igls

Zweierbob-Weltmeister Friedrich führt auch im Vierer

Francesco Friedrich steht vor seinem ersten WM-Double. Eine Woche nach seinem WM-Hattrick im Zweierbob liegt der 25-Jährige bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck/Igls auch im Viererbob nach zwei von vier Läufen vorn.

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Führender
Francesco Friedrich ist mit seinem Team auf dem Weg zum WM-Titel im Viererbob.
Foto: Jan Hetfleisch – dpa

Zur Halbzeit rangieren Friedrich und seine Crew Candy Bauer, Gregor Bermbach und Thorsten Margis 27 Hundertstelsekunden vor Nico Walther. Dritter ist der Russe Alexander Kasjanow. Die Grundlage zur Führung hatte Friedrich mit dem Bahnrekord im ersten Durchgang gelegt.

Titelverteidiger Maximilian Arndt patzte mit seiner Crew im ersten Lauf beim Einsteigen und verlor Zeit am Start. Er ist vor den abschließenden zwei Läufen am Sonntagnachmittag Sechster. Junioren-Weltmeister Johannes Lochner liegt als Achter mit 17 Hundertstelsekunden Rückstand auf Bronze ebenfalls noch in Schlagdistanz zu den Medaillen.

Im wohl engsten Viererbob-Rennen der WM-Geschichte, bei dem nach zwei Läufen die ersten acht Bobs nur 45 Hundertstelsekunden auseinander liegen, legte der Schweizer Mitfavorit Rico Peter in 50,81 Sekunden einen Bahnrekord vor. Der zweimalige Weltmeister Arndt wollte daraufhin mit seinem Team zu viel und leistete sich einen katastrophalen Start. «Ich bin etwas hängengeblieben beim Einstieg, daher war die erste Kurve etwas ruppig. Da haben wir die Zeit verloren», meinte der Oberhofer, der mit 127,83 Stundenkilometer die mit Abstand beste Endgeschwindigkeit hatte.

Beflügelt von seinem WM-Hattrick im kleinen Schlitten konterte Friedrich die Zeit des Schweizer Peter und schraubte den Bahnrekord auf 50,61 Sekunden. «Im Vierer kann immer viel passieren, der erste Lauf war noch nicht optimal, aber wir geben weiter Vollgas», meinte der Pirnaer, der mit dem Viererbob noch nie eine Medaille bei internationalen Meisterschaften gewann. Im zweiten Lauf passierte aber prompt ein Fehler. «Ausfahrt sieben war schon ein gröberer Schnitzer. Dass wir den Vorsprung ausbauen, habe ich den Jungs zu verdanken, die oben einen super Job machen», sagte Friedrich.

Der Zweitplatzierte Walther ist sich sicher: «Morgen wird es ein komplett anderes Rennen, 'Franz' hat schon etwas Vorsprung, aber die Karten werden komplett neu gemischt. Wer das beste Setup bei dem anderen Wetter findet, wird die Medaillen holen», meinte Friedrichs Clubkollege in der ARD.

Johannes Lochner überraschte mit seiner Junioren-Weltmeister-Crew am Start mit der zweitbesten Zeit hinter den Letten Oskars Melbardis. Doch wie schon bei seinem WM-Silber im kleinen Schlitten leistete er sich deutliche Fahrfehler. Beim zweiten Lauf knallte er nach dem Start an die Bande. «Ich bin hängen geblieben, dann bricht der Bob aus und dann ist der Startvorsprung hin», meinte Lochner.

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