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    HamburgZerstörte Brille: Versicherung muss Neupreis zahlen

    Wird eine Brille bei einem Unfall zerstört, bekommt der Geschädigte ein vergleichbares neues Modell ersetzt. Das entschied das Landgericht Münster, wie der Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg mitteilt.

    Der Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers müsse den Neupreis bezahlen und dürfe keinen «Abzug neu für alt» vornehmen. Im verhandelten Fall war der Kläger in einen Verkehrsunfall verwickelt. Dabei ging seine fast fünf Jahre alte Brille kaputt. Er kaufte sich eine vergleichbare neue für mehr als 700 Euro. Der Haftpflichtversicherer des Schädigers wollte jedoch nur 300 Euro erstatten.

    Das Gericht verurteilte die Versicherung jedoch dazu, die vollen Kosten zu erstatten (Aktenzeichen: 1 S 8/09). Jede Brille nutze zwar mit der Zeit ab, so die Richter. Dennoch müsse der Geschädigte einen Abzug «neu für alt» grundsätzlich nicht hinnehmen, denn er benötigte sofort Ersatz. Da es keinen Gebrauchtmarkt für Sehhilfen gibt, müsse er sich eine neue Brille kaufen und dürfe deshalb auch den Neupreis verlangen.

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