Archivierter Artikel vom 12.10.2014, 15:25 Uhr

Zanardi nach Ironman zu Tränen gerührt

Kailua Kona (dpa). Der beinamputierte Alessandro Zanardi sorgt auch als Triathlet für Aufsehen: Beim Ironman auf Hawaii startete der Italiener erstmals auf der Langdistanz – und belegte unter mehr als 2246 Teilnehmern einen starken 247. Rang.

Finisher
Alessandro Zanardi war nach dem Ironman auf Hawaii überglücklich.
Foto: Fabio Bozzani/BMW Group – DPA

«Es ist fantastisch. Dieser Tag wird für den Rest meines Lebens einen besonderen Platz in meinem Herzen haben», sagte der 47 Jahre alte Motorsportler. Zanardi hatte bei einem Horrorunfall in der Champ-Car-Serie 2001 beide Beine verloren.

«Können Sie glauben, dass mein erster Triathlon gleich der von Kona war?», fragte Zanardi gerührt. Das sei, als würde man sagen: «Okay, ich mag Autos, und ich würde gern ein Rennen fahren. Ich denke dabei an den Formel-1-Grand-Prix in Monza.» Er habe fast geweint, als er nach 9:47,14 Stunden ins Ziel kam.

Die 180,2 Kilometer lange Radstrecke absolvierte er mit einem Handbike, den abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer bewältigte er in einem Rennrollstuhl. Begonnen hatte der Wettkampf mit dem 3,86 Kilometer langen Schwimmen. Eigentlich habe er den Ironman unter neun Stunden beenden wollen, sagte Zanardi und zeigte, wie ehrgeizig er trotz seines Handicaps ist. Am Ende aber war er vor allem «sehr, sehr glücklich».

Ironman Hawaii