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    Zahnarzt – Vorsorgetermine werden spärlicher

    München/Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn Kassenpatienten in diesem Jahr noch keinen Stempel für ihre Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt bekommen haben, sollten sie sich sputen. Nicht alle kommen mehr dran - die Budgets sind teilweise erschöpft.

    Jetzt noch zum Zahnarzt
    Zähne zusammenbeißen - aber wer Pech hat, bekommt in diesem Jahr keinen Vorsorgetermin mehr. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

    In manchen Regionen Deutschlands sehen die Ärzte ihr Honorarbudget bereits als erschöpft an und weisen Patienten gegebenenfalls ab. «Wenn es nur um den Stempel geht, wird der Zahnarzt den Termin allerdings machen», sagte Tobias Horner von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) in München am Dienstag (2. November). Notfälle wie bei akuten Zahnschmerzen würden ohnehin auf jeden Fall behandelt.

    Geht es dagegen um andere, verschiebbare Behandlungen, werde der Arzt eventuell erst einen Termin im Jahr 2011 anbieten. Horner riet Patienten, die Schmerzen haben, dies beim Anruf in der Zahnarztpraxis deutlich zum Ausdruck zu bringen. Das vermeide die Gefahr eines Missverständnisses und die Vertröstung auf das kommende Jahr.

    Besonders betroffen von bereits ausgeschöpften Budgets sind Versicherte der AOK in Bayern und Berlin-Brandenburg sowie der Innungskrankenkassen. In anderen Regionen sieht es entspannter aus: Uwe Neddermeyer von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Nordrhein in Düsseldorf verwies auf «länderspezifische Unterschiede». In der KZV Nordrhein bestehe nicht das Problem, dass jemand nicht mehr behandelt werden könnte.

    «Gegen Jahresende ist es aber grundsätzlich immer schwieriger, wegen des Stempels einen Termin zu bekommen», betonte Neddermeyer. Benötigt wird der Stempel als Beleg einer regelmäßigen zahnärztlichen Betreuung. Wer eine bestimmte Zahl von Jahren nachweisen kann, erhält bei Zahnersatzbehandlungen eine höhere Zuzahlung seiner Krankenkasse.

    Wer beim Zahnarzt wegen des erschöpften Budgets abgewiesen wird, sollte sich an seine Krankenkasse wenden, sagte Ann Marini, Sprecherin des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen. Die Kasse trete dann mit der zuständigen KZV in Verbindung und dringe darauf, dass der Patient nicht erst im neuen Jahr einen Termin bekommt. Auch der Verband der Ersatzkassen riet, sich unbedingt an die Kasse zu wenden, wenn der Zahnarzt den Termin verschieben will. Das kann durchaus sinnvoll sein - denn laut Tobias Horner erhalten Patienten den Vorsorgestempel nicht rückwirkend für das Vorjahr.

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