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    Wu und Silbereisen feiern Auftaktsiege bei der WM

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    Konzentration pur: Kristin Silbereisen vom Deutschen Meister FSV Kroppach steuerte zwei Einzelsiege zu den deutschen Erfolgen gegen Frankreich und Polen bei. 
Foto: dpa
    Konzentration pur: Kristin Silbereisen vom Deutschen Meister FSV Kroppach steuerte zwei Einzelsiege zu den deutschen Erfolgen gegen Frankreich und Polen bei.
    Foto: dpa

    "Dudu" unterliegt Abwehr-Ass

    Zunächst ging aber die Rechnung der Polinnen auf, ihre beste Spielerin auf Position zwei aufzubieten, um direkt die deutsche Nummer eins, Wu Jiaduo, zu knacken. "Dudu" gewann gegen Abwehr-Ass Li Qian im Duell zweier gebürtiger Chinesinnen zwar den zweiten Satz mit 11:3, machte aber in den anderen drei Durchgängen zusammen nur elf Punkte. "Ich bin nach ,Dudus' Niederlage ruhig geblieben", sagte Schöpp - und dies strahlte auf ihre Mannschaft aus.

    Irene Ivancan aus Berlin sorgte postwendend für den Ausgleich. Die EM-Zweite gewann ein enges Match gegen Paralympics-Siegerin Natalia Partyka mit 3:1. Die junge Polin, deren rechter Arm ein Stumpf ist, war 2008 neben einer australischen Schwimmerin weltweit die einzige Sportlerin, die bei den Olympischen Spielen und den Paralympics startete.

    Überhaupt keine Probleme hatte Silbereisen beim 3:0 gegen Katarzyna Grzybowska, ehe ihre Kroppacher Vereinskameradin Wu nach verlorenem ersten Satz Partyka recht deutlich beherrschte. "Mach’ den Sack zu", hatte ihr DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb vor dem Match zu verstehen gegeben - "Dudu" nickte entschlossen und hielt Wort.

    Morgens war Frankreich "der perfekte Auftaktgegner, um ins Turnier reinzukommen" gewesen, wie es Eva Jeler formulierte. Die Cheftrainerin für den gesamten weiblichen Bereich im Deutschen Tischtennis-Bund vertrat Schöpp. Diese sollte sich mit ihrer Mannschaft schon für das zweite Match gegen Polen präparieren. "Sie strahlt eine Ruhe aus, die den Mädchen viel Vertrauen gibt", lobte Jeler.

    Während Wu (gegen Alice Abbat) und Ivancan (Xian Yi Fang) ihre Partien mit 3:0 gewannen, musste die zweite Kroppacherin den einzigen Satzverlust hinnehmen. Aber auch Silbereisens 3:1 gegen Carole Grundisch war nicht wirklich in Gefahr. Eine Schrecksekunde gab es dennoch, als sich die Angriffsspielerin im dritten Satz bei einer 8:5-Führung gegen die französische Nummer eins eine Platzwunde am Ellenbogen zuzog und eine Verletzungs-Unterbrechung nahm. Nach der ärztlichen Behandlung machte die 27-Jährige den Sack zu.

    "Es muss nicht genäht werden", gab Jeler Entwarnung, und Silbereisen bekam Komplimente von ihrer Gegnerin, die von der Spielweise überrascht war. "Vor ein paar Wochen haben wir gegeneinander gespielt, da war sie wesentlich weniger aggressiv. Es war schwer für mich, meinen Rhythmus zu finden", gestand Grundisch.

    Heute gegen Spanien nachlegen

    Mit einem weiteren Erfolg heute Nachmittag gegen Spanien kann sich Schöpps Team den zweiten Platz in der Gruppe so gut wie sichern und die Chancen auf den Vorrundensieg wahren. Das ist trotz der Favoritenrolle der Japanerinnen so etwas wie das heimliche Ziel, weil nur der Erste direkt im Viertelfinale steht und China sicher aus dem Weg geht. "Gegen Spanien haben wir beim letzten Mal gewonnen", zeigte sich Silbereisen optimistisch. "Wir haben jetzt eine gute Ausgangsposition."

    FSV-Ass Krisztina Toth wurde mit Ungarn am Morgen nach der Zeitumstellung kalt erwischt. Dabei lief es beim 1:3 gegen die Ukraine zunächst alles nach Plan, denn Georgina Pota brachte ihr Team durch ein klares 3:0 gegen Tetyana Bilenko in Führung. Die 0:3-Niederlage von Toth gegen die EM-Finalistin von 2009, Margaryta Pesotska, wäre noch zu reparieren gewesen. Doch die sonst so zuverlässige Petra Lovas unterlag unerwartet Ganna Gaponova mit 2:3, und Pota musste sich Pesotska ebenfalls in fünf Sätzen geschlagen geben.

    "Das war ziemlich bitter", kommentierte Toth, denn ihre Doppelpartnerin hatte mit 2:0 Sätzen und 9:6 geführt und im vierten Durchgang sogar zwei Matchbälle gehabt. "Ob ich gewonnen hätte, weiß man natürlich nicht", sagte die Kroppacherin, die eine Erkältung und eine leichte Mandelentzündung hat. "Aber ich habe noch nie gegen Bilenko verloren. Deshalb war es sehr schade, dass ich nicht mehr drangekommen bin."

    Das 1:3 hat die Ungarinnen in eine Drucksituation gebracht, die sie vermeiden wollten: Da sie sich am Dienstag gegen Topfavorit China nichts ausrechnen können, müssen sie heute unbedingt gegen den EM-Zweiten Rumänien gewinnen. "Das ist jetzt ein echtes Endspiel für uns", meinte Toth. Denn mit drei Niederlagen noch das Minimalziel Achtelfinale zu erreichen, ist so gut wie unmöglich. "Gegen Rumänien sind es immer enge Spiele, und oft haben wir in den letzten Jahren das Glück auf unserer Seite gehabt."

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