Archivierter Artikel vom 12.11.2010, 15:22 Uhr
Bonn

Wohnungseigentümer: Regeln für Modernisierungen

Gutes Licht rund um das Haus ist im Winter besonders wichtig. Sollen Leuchten in Wohnungsanlagen ausgetauscht oder neu angebracht werden, muss die Mehrheit der Wohnungseigentümer zustimmen. Darauf weist der Verein Wohnen im Eigentum hin.

Besteht im Treppenhaus oder Keller, also in Gemeinschaftsanlagen, Sturzgefahr durch fehlendes Licht, gelten neue Lampen als Instandsetzung. Dafür reiche eine einfache Mehrheit: Mehr als die Hälfte der Wohnungseigentümer muss der Installation zustimmen.

Zusätzliche Leuchten an Wegen oder im Außenbereich der Anlage gelten dagegen als Modernisierungen, wenn sie lediglich den Komfort der Anlage erhöhen und ihren Charakter nicht verändern. Dem Anbringen solcher Leuchten müssen dem Verein zufolge mehr als drei Viertel der Wohnungseigentümer zustimmen. Und sie müssen mehr als die Hälfte aller Miteigentumsanteile besitzen. Wenn die neuen Lampen die Energiekosten deutlich senken, könnten sie aber auch als Instandsetzung gelten – dann reiche wieder die einfache Mehrheit.

Neben Instandsetzungen und Modernisierungen gibt es noch bauliche Veränderungen: In diesem Fall wird eine Leuchte nur aus optischen Gründen ausgetauscht oder angebracht – etwa bei einem Strahler in der Grünanlage. Für das Anbringen solcher Lampen müssen alle Eigentümer zustimmen.