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    WM-Generalprobe für Riesch & Co. – Vonn stürzt

    Lindsey Vonn muss auf dem Weg zu den Titelkämpfen eine Schrecksekunde wegstecken, Maria Riesch & Co. wollen für WM-Glücksmomente auf den Geschmack kommen. Am letzten Weltcup-Wochenende vor der WM soll sich das Team um Doppel-Olympiasiegerin Riesch für die Medaillen einschwingen.

    Gefährlich
    Auch bei Lindsey Vonn fährt die Gefahr immer mit, wenn sie auf Skiern den Hang hinunter schießt.

    «Wir wollen bei der WM-Generalprobe vor heimischem Publikum Selbstvertrauen für die Titelkämpfe tanken», sagte Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer. Verzichten muss er in Zwiesel auf Riesenslalom-Ass Kathrin Hölzl. Die Weltmeisterin lässt den letzten Stopp vor Garmisch-Partenkirchen wegen Rückenproblemen aus.

    Zwar bieten Zwiesel (Damen) und Hinterstoder (Herren) die letzte Empfehlungschance, größtenteils aber steht das Team des Deutschen Skiverbandes schon. Acht Damen sind qualifiziert, bei den Herren können zwei Techniker schon vor den Rennen am Wochenende in Hinterstoder/Österreich fest für die WM planen. Dazu dürfte nach dem WM-Aus von Stephan Keppler noch der eine oder andere Speedfahrer ohne erfüllte Qualifikation kommen. Bei den Damen haben Talente wie Lena Dürr auch mit halb erfüllter Norm eine Startchance. Vor vier Jahren hatten 14 Starter die deutschen Alpinen bei der WM in Are/Schweden vertreten, in Val d'Isère 2009 waren es nur 11 Athleten.

    Da angesichts ihrer Verletzung der Start von Hölzl im WM-Slalom am vorletzten Tag sehr fraglich ist, ist der Druck für die anderen hinter Maria Riesch qualifizierten vier Torlauf-Damen beim Kampf um die vier Plätze auf den ersten Blick gesunken. Aber Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der im Team hinter Weltmeisterin Maria Riesch zuletzt «Besitzstandswahrung» kritisiert hatte, forderte ein anderes Auftreten. «Wer bei der WM fahren möchte, der muss Leistung zeigen. Das gilt es in Zwiesel zu beweisen.»

    Einen Trainingssturz musste Vonn wenige Tage vor der WM, bei der sie Titelverteidigerin in Super-G und Abfahrt ist, beim Riesenslalom-Training in Hinterreit wegstecken. «Ich bin mit dem Kopf ziemlich schwer aufgeschlagen», sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin. «Im Krankenhaus haben wir dann eine Computer-Tomographie gemacht, bei der glücklicherweise keine größeren Verletzungen entdeckt wurden.» Bei den Rennen in Zwiesel wird Vonn erwartet, wollte aber erst den weiteren Verlauf nach dem Sturz abwarten.

    Es sei sicher ein schlimmer Sturz gewesen, sagte Riesch in Zwiesel. Aber Lindsey habe Glück gehabt. «Ich glaube, sie ist froh, dass die WM nicht gefährdet ist.»

    Einzig das Wetter im Bayerischen Wald könnte allen noch einen Strich durch die Generalproben-Rechnung machen. Denn der kräftige Wind am Großen Arber sorgte schon für einen Tausch im Rennprogramm. Der Slalom soll jetzt am Freitag stattfinden, der Riesenslalom dafür am Samstag in Zwiesel.

    Nach zwei abgesagten Weltcup-Wochenenden in Maribor und zuletzt in Sestriere möchten die Alpin-Damen keinen weiteren Ausfall. Für Riesch wären die Technik-Wettbewerbe eine gute Chance, die 145-Punkte- Führung vor Vonn im Gesamtklassement auszubauen. Doch spätestens bei der Abreise aus Zwiesel gilt der ganze Blick der WM - und die ist nicht nur in Rieschs Augen in dieser Saison wichtiger als die Große Kugel für die Jahreswertung.

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