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München

Witt zu Olympia 2018: International positiv

dpa

Katarina Witt, Kuratoriums-Vorsitzende der Münchner Olympia-Bewerbung, sieht auch nach den negativen Schlagzeilen zur Grundstücksfrage in Garmisch-Partenkirchen außerhalb Deutschlands keinen Ansehensverlust für das ambitionierte Projekt.

Engagement
Katarina Witt wirbt für München 2018.

«International werden wir weiterhin sehr positiv beurteilt. Das Entscheidende ist, dass die Konzeption der gelungenen Planung von Sportstätten, Infrastruktur und Umwelt als hervorragend bewertet wird. Jetzt müssen wir schauen, dass wir in den kommenden Monaten unserer Bevölkerung die Ideen der Bewerbung näher bringen», sagte die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin in einem Interview der «Welt am Sonntag».

Natürlich werde in der internationalen Presse über die Diskussionen in Deutschland berichtet, räumte sie ein. «Da jedoch die Entscheidung erst im nächsten Jahr am 6. Juli in Durban getroffen wird, bin ich sicher, dass bis wir dahin wieder mit unseren Stärken punkten und glänzen können», meinte Witt. In Garmisch-Partenkirchen gibt es Bauern, die ihre Grundstücke für die vorübergehende olympische Nutzung nicht hergeben möchten. Zuletzt hatten sich zudem der Bund Naturschutz (BN) wieder kritisch zu Wort gemeldet.

«Vielleicht hat man in der ersten Euphorie gedacht, dass jeder von der Idee, die Spiele in der Heimat auszutragen, sofort begeistert sein müsse. Natürlich gibt es immer Menschen, die mit Sport weniger zu tun haben wollen und sich so ein großes Spektakel lieber im Fernsehen anschauen, statt für 14 Tage darüber zu stolpern», sagte Witt. «Doch ich denke und hoffe, dass es immer Kompromisse geben sollte und der Dialog zu einem Ergebnis führen wird, mit dem alle zufrieden sind und sich in die Augen schauen können.»

Dass Bewerbungschef Willy Bogner sich vor Wochen in einem Brief an Gesellschafter und den Aufsichtsrat wandte, ist nach Ansicht von Witt nicht gut gelaufen. «Natürlich darf man Probleme nicht unter den Teppich kehren. Doch hier hat unglücklicherweise zu sehr die Öffentlichkeit daran teilnehmen müssen», sagte die 44-Jährige. Bogner selbst hatte seinerzeit eingeräumt, dass es möglicherweise zu naiv gewesen war, einen Brief zu schicken. Denn das vertrauliche Schreiben war seinerzeit schnell bei den Medien gelandet.

Es sei normal, dass nicht immer alles harmonische ablaufe, meinte Witt. «Wissen Sie, wenn sich viele Menschen mit Leidenschaft für etwas engagieren, dann kracht es auch mal gewaltig im Gebälk. Man sollte vielleicht nur nicht den Rest der Welt dazu einladen.» Neben München bewerben sich der französische Außenseiter Annecy und Pyeongchang aus Südkorea um Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018.

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