Archivierter Artikel vom 15.09.2010, 11:20 Uhr
München

Witt will «Herz» der Olympia-Bewerbung sein

Bei ihrem Kampf für München als Austragungsort der Winterspiele 2018 will die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt vor allem auf Gefühle setzen.

Front-Frau
Katarina Witt hat die Kritik an ihrer Eignung als Front-Frau der Olympia-Bewerbung höflich zurückgewiesen.

«Ich sehe die Dinge von der emotionalen Seite, aus der Perspektive der Athleten», sagte die Kuratoriumsvorsitzende der Münchner Bewerbungsgesellschaft der Tageszeitung «tz». «Wo Katarina draufsteht, ist auch Katarina drin. Insofern möchte ich eher das Herz als das Gesicht sein», betonte Witt.

Nach dem Rückzug von Bewerbungschef Willy Bogner soll die 44-Jährige, die nun für die Präsentation der Bewerbung zuständig ist, die Winterspiele nach Deutschland holen. «Olympia ist keine bayerische Bewerbung, sondern eine gesamtdeutsche», betonte Witt in der Illustrierten «Bunte». Sie benötige auch keinen Bayerisch-Sprachkurs, um die Bewerbung glaubwürdig präsentieren zu können.

Unterdessen kritisierte der Grünen-Landesvorsitzende Dieter Janecek, dass mit dem neuen nationalen Sponsor Lotto Bayern erneut der Steuerzahler für die Bewerbung zur Kasse gebeten werde. «Dieses Unternehmen gehört zu 100 Prozent der bayerischen Finanzverwaltung. Wieder einmal wird der Steuerzahler über Umwege zur Finanzierung herangezogen», sagte Janecek in München. Das Engagement der Privatwirtschaft lasse dagegen ebenso auf sich warten wie ein «nachvollziehbarer und transparenter Finanzplan der Bewerbungsgesellschaft».