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Wirtschaftswissenschaftler mit Weitblick

Witten/Herdecke (dpa/tmn) – Die Finanzkrise hat es deutlich gezeigt: Banker und Broker tragen viel Verantwortung. Und zwar nicht nur geschäftlich, sondern auch gesellschaftlich.

Denn riskante Spekulationen und undurchsichtige Börsenprodukte können ganze Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds führen. Damit so etwas nicht passiert, sind Wirtschaftsfachleute gefragt, die nicht nur schauen, was den Geldinstituten nützt, sondern auch das Wohl der Gesellschaft im Blick haben. Das lernen Studenten in dem Fach «Philosophie, Politik und Ökonomik».

Es gehe darum, Wirtschaftswissenschaftler mit mehr Weitsicht auszubilden, erklärt Prof. André Schmidt von der Uni Witten/Herdecke, die das Fach im Herbst neu anbieten will. So stünden die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt des Fachs. «Eine Frage ist zum Beispiel: Wie soll der Finanzmarkt reguliert werden?» Studenten sollen dabei nicht nur lernen, was machbar ist, sondern auch, was wünschenswert ist.

Im Studium geht es zunächst um wirtschaftliches Fachwissen. So stehen Fächer wie Mikro- und Makroökonomik auf dem Lehrplan. Daneben werden soziologische und politische Fragestellungen durchgenommen. Außerdem beschäftigen sich die Studenten mit Wirtschaftsethik.

Jobs für Absolventen gibt es in Verbänden und Behörden. Sie können aber auch in Finanzinstituten arbeiten. Studieren lässt sich das Fach in dieser Form nur an der Uni Witten/Herdecke.

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