Archivierter Artikel vom 01.03.2011, 17:58 Uhr
Frankfurt/Main

Williams-Börsengang bringt weniger als erhofft

Das britische Formel-1-Team Williams erlöst mit seinem Börsengang weniger als erhofft. Statt der geplanten 80 Millionen Euro spült der Schritt an die Deutsche Wertpapierbörse nur knapp 60 Millionen Euro in die Kassen des Rennstalls.

Wie Williams am Tag vor der Erstnotiz mitteilte, liegt der Ausgabepreis für die Aktien mit 25 Euro je Anteilsschein am unteren Ende der zuvor gesenkten Preisspanne. Die Papiere wurden zuletzt zwischen 25 und 27 Euro angeboten, nachdem sie bis Mitte Februar noch zwischen 24 bis 29 Euro kosten sollten. Auch die Anzahl der Aktien wurde von 2,7 auf 2,4 Millionen Stück reduziert, zugegriffen haben fast ausschließlich institutionelle Investoren. Insgesamt 24 Prozent des Unternehmens werden künftig an der Börse gehandelt. Der Rennstall wird damit mit 250 Millionen Euro bewertet.

Eigentümer und Teamchef Frank Williams will früheren Aussagen zufolge die Mehrheit am Rennstall behalten und diesen als Teamchef weiter kontrollieren. Williams traut sich als erstes Formel-1-Team an die Börse und gewährt damit einen Einblick in sein Geschäft.

Allzu tief in die Bücher blicken sollen die Investoren – und natürlich die Konkurrenz – aber nicht. So räumte Geschäftsführer Adam Parr Anfang Februar ein, dass die Entscheidung des britischen Teams für die Deutsche Wertpapierbörse mit den niedrigen Transparenzanforderungen im gering regulierten Entry Standard zusammenhänge.