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Oldenburg

Wie werde ich ...? Strahlentechniker/-in

dpa/tmn

Ein gebrochenes Bein oder ein Knoten in der Brust: Wie krank jemand ist, sehen Ärzte oft erst auf Röntgenbildern. Ihre Herstellung ist eine Aufgabe von medizinisch-technischen Radiologieassistenten. Für den Job braucht es Spaß an Formeln.

Komplexe Geräte gehören zum Alltag
Der Umgang mit komplexen Geräten gehört für medizinisch-technische Radiologieassistenten zum Berufsalltag.
Foto: DVTA/Dominik Eisele – DPA

Mathe, Physik, Chemie – wer den Stundenplan von Annika Funke anschaut, merkt schnell: Ohne einen Faible für Formeln geht es in ihrer Lehre kaum. Funke macht eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Radiologieassistentin (MTRA). Die Fachkräfte stellen in Krankenhäusern oder Arztpraxen Röntgenaufnahmen her, führen bei Krebspatienten auf Anweisung des Arztes Strahlentherapien durch und bedienen Computer- und Kernspintomographen. Interesse an Naturwissenschaften und Technik seien in dem Job das A und O, bestätigt Anke Ohmstede, Leiterin der MTRA-Schule im Klinikum Oldenburg.

Radiologieassistenten am Röntgengerät
Medizinisch-technische Radiologieassistenten arbeiten regelmäßig am Röntgengerät.
Foto: DVTA/Dominik Eisele – DPA

Obwohl sich Mädchen in der Schule eher selten für die Naturwissenschaften begeistern, ist der medizinisch-technische Radiologieassistent ein Frauenberuf. Von den MTRA-Schülern an allen deutschen Berufsfachschulen waren im Lehrjahr 2010/11 rund 70 Prozent weiblich, so die Bundesagentur für Arbeit. In Funkes Klasse ist das Verhältnis ähnlich: Zwölf Frauen und sechs Männer werden dort ausgebildet.

Vorbereitung von radioaktiven Substanzen
Zu den Aufgaben von Auszubildenden gehört es auch radioaktive Substanzen für eine Untersuchung vorzubereiten.
Foto: DVTA/Dominik Eisele – DPA

Im ersten Lehrjahr sitzen die Auszubildenden ausschließlich in der Berufsschule: Neben Mathematik, Physik, Biologie und Chemie steht etwa radiologische Diagnostik auf dem Stundenplan. In dem Fach lernen die Auszubildenden, wie eine Röntgenröhre funktioniert oder wie Patienten sitzen müssen, damit ein gutes Röntgenbild entsteht.

Auf dem Stundenplan steht auch Psychologie. Medizinisch-technische Radiologieassistenten sind bei Untersuchungen häufig der erste Ansprechpartner für Patienten, die oft Schmerzen oder Angst haben. Ein MTRA braucht deshalb großes Einfühlungsvermögen. «Man muss was aushalten können in dem Beruf», sagt Andreas Pfeiffer vom Bundesverband DVTA, der unter anderem die Radiologieassistenten vertritt. Gerade der Umgang mit schwer kranken Kindern sei für viele nicht leicht. Auch die Arbeitszeiten im Beruf des MTRA sind zum Teil belastend. Oft stehen in den Krankenhäusern Wochenenddienste und Nachtschichten auf dem Programm.

Wer den Beruf erlernen will, braucht mindestens einen einfachen Realschulabschluss. Die dreijährige Ausbildung machen die Jugendlichen an einer Berufsfachschule und wenden das Gelernte in Praxiseinheiten an. Die Auszubildenden bekommen während dieser Zeit keine Vergütung. An einigen Schulen müssen sie sogar Lehrgeld zahlen.

Dafür steigen Menschen, die gleich nach der Schule mit der Ausbildung beginnen, bereits im Alter von etwa 20 Jahren ins Berufsleben ein. Laut der DVTA verdienen Einsteiger am Anfang zwischen 1900 bis 2200 Euro brutto im Monat. Später steigt das Einkommen je nach Tätigkeit und Berufszeit noch etwas, laut Arbeitsagentur auf bis zu 2650 Euro. Die Beschäftigten vom Bund und den Kommunen werden nach den Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst bezahlt.

Berufsbild der Bundesagentur für Arbeit

DVTA

MTRA-Schule Oldenburg

Internetseite MTA werden

Medizinisch-technische Assistenten

Medizinisch-technische Assistenten (MTA) gibt es nicht nur in der Radiologie. Das Berufsbild kann mit einer separaten Ausbildung noch in drei anderen Fachrichtungen erlernt werden: Ein MTA in der Laboratoriumsmedizin untersucht Körperflüssigkeiten und Gewebeproben. Er arbeitet zum Beispiel für Blutspendedienste. Die Spezialisten in der Funktionsdiagnostik testen Hörfähigkeit, Gleichgewichtssinn, Hirnströme und Lungenfunktion von Patienten. Ein MTA in der Veterinärmedizin analysiert etwa Gewebeproben von Tieren.

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Schnörzen, Dotzen oder Gribschen - Wer tut's noch?

Nach dem Martinszug ziehen die Laternenkinder mit ihren Eltern nochmal los. Sie klingeln an Haustüren, singen Martinslieder und bekommen dafür Mandarinen, Nüsse oder Süßigkeiten. Dieser Brauch heißt je nach Region Schnörzen, Dotzen oder Gribschen. Aber gibt es diese Tradition überhaupt noch?

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