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Berlin

Wie man Wühlmäuse aus dem Garten vertreibt

Gartenbesitzer sollten ihr Grundstück momentan gut im Blick haben, damit sich Wühlmäuse nicht unbemerkt über die Pflanzen hermachen. Die Schädlinge haben nach Angaben eines Experten den schneereichen Winter gut überstanden.

Die Schneedecke dient ihnen als gutes Versteck vor Feinden. Auch an Nahrung mangelt es nicht. «Es ist ein Irrglaube, dass ein strenger Winter die Schädlingszahl dezimiert», sagt Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin.

Wer Nager in seinem Garten entdeckt hat, kommt ihnen am besten mit Fallen bei, erläutert der Experte. Auch vergiftete Köder aus dem Fachhandel können das Grundstück von Wühlmäusen befreien. Sie werden in einen der Gänge gestreut, die die Schädlinge gegraben haben und sind dort keine Gefahr für Haustiere.

Beim Verteilen von Fallen und Ködern darf der Gartenbesitzer nicht Gänge von Mäusen mit denen von Maulwürfen verwechseln, denn Maulwürfe stehen unter Natur- und Artenschutz. Zu erkennen ist der Unterschied an der Form: Wühlmäuse graben ovale Tunnel, Maulwürfe runde Gänge. Ein Test zeigt, ob ein Gang bewohnt ist: «Man sticht einfach ein Loch hinein, und wenn es nach ein paar Stunden wieder verschlossen ist, lebt dort eine Wühlmaus», sagt Thomas Wagner.

«Vertreiberpflanzen» wie Kaiserkronen oder Knoblauch sollen einen für Mäuse unangenehmen Duft verströmen. Nach Erfahrung des Experten bieten sie aber keine hinreichende Abhilfe gegen die Schädlinge. Diese haben es insbesondere auf Tulpenzwiebeln und Knollen jeglicher Art abgesehen. Sie nagen aber auch an Wurzeln und Stämmen und können dadurch unter Umständen sogar ganze Obstbäume abtöten.

Blumenzwiebeln und Knollen lassen sich nach Thomas Wagners Worten aber auch vorsorglich schützen: Ehe sie – in der Regel im Herbst – in die Erde kommen, umhüllt man sie dafür mit Maschendraht.

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