Archivierter Artikel vom 26.03.2010, 12:20 Uhr
Berlin

Wie getrennte Eltern beim Kindergeld mehr herausholen

Nicht nur bei der Steuer kann es sich lohnen, die eigenen Gestaltungsspielräume zu nutzen. Auch beim Kindergeld kommt am Ende mehr heraus, wenn in bestimmten Fällen auf die «Zählkinder» Rücksicht genommen wird.

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Denn der Kindergeldbetrag ist für das dritte und vierte Kind höher. Und mit der richtigen Wahl des Bezugsberechtigten zahlt die Familienkasse für dieselben Kinder unter Umständen höhere Sätze.

Der Zusammenhang betrifft getrennt lebende Eltern, in deren beider Haushalte Kinder aus verschiedenen Beziehungen leben, wie der Bund der Steuerzahler in Berlin anhand eines Beispiels erläutert: Ein Ehepaar hat zwei gemeinsame Kinder. Zwei ältere Kinder des Ehemannes leben bei der leiblichen Mutter, an die auch das Kindergeld für diese Kinder gezahlt wird.

In einem solchen Fall zählen bei der Ehefrau die zwei gemeinsamen Kinder als erstes und zweites Kind. Sie erhält als Kindergeldberechtigte monatlich 2 x 184 Euro = 368 Euro. Der Ehemann würde für diese Kinder mehr Kindergeld erhalten, wenn er zum Kindergeldberechtigten bestimmt wird. Denn bei ihm zählen seine älteren, von ihm getrennt lebenden Kinder als erstes und zweites Kind – als sogenannte Zählkinder, für die er kein Kindergeld bezieht, weil es der Mutter vorrangig zusteht.

Die zwei gemeinsamen jüngeren Kinder zählen als drittes und viertes Kind. Und so könnte er für die gemeinsamen Kinder monatlich 190 Euro und 215 Euro, also insgesamt 405 Euro erhalten – das sind die Sätze für ein drittes und ein viertes Kind.

Infos zum Kindergeld: http://dpaq.de/Kindergeld-Saetze