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    «Wenn's läuft, dann läuft's»: Eintracht mit Rekord-Start

    Nach dem erneut unwiderstehlichen Auftritt seiner Himmelsstürmer kam Armin Veh aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. «Wenn ich einen Hut aufhätte, würde ich ihn ziehen. Wenn's läuft, dann läuft's», schwärmte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem 2:1 beim 1. FC Nürnberg.

    Himelsstürmer
    Die Spieler von Eintracht Frankfurt feiern den vierten Sieg im vierten Saisonspiel. Dazu Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen: «Wir haben schon die Eigendynamik des Misserfolgs erlebt. Und jetzt erleben wir die Dynamik des Erfolgs.»
    Foto: DPA

    Vier Spiele, vier Siege - auch Sportdirektor Bruno Hübner konnte den besten Start eines Bundesliga-Aufsteigers noch gar nicht richtig glauben. «Wir freuen uns einfach. Wir genießen es. Aber wir wissen genau, wo wir hingehören und welchen Zweck diese Punkte haben.»

    Die Freude über den Höhenflug war Antreiber Takashi Inui und seinen Kollegen deutlich anzumerken. Mit erstaunlicher Souveränität agierte Frankfurt in der Defensive - und wenn doch mal etwas auf das Tor kam, hielt Keeper Kevin Trapp, was zu halten war. Und vorne ging wie schon bei den anderen Siegen derart flott die Post ab, dass den Nürnberger Abwehrspielern ein ums andere Mal Hören und Sehen verging. Da lag vielleicht das einzige Manko der Hessen an diesem ansonsten perfekten Fußball-Abend. «Wir hätten den ein oder anderen Konter anständig zu Ende bringen können», erkannte Sportdirektor Hübner.

    Das war es dann aber auch schon mit Kritik. Zwar war schon nach 20 Minuten Vehs Matchplan nach den frühen Ausfällen von Kapitän Pirmin Schwegler (Platzwunde am Kopf) und Stürmer Olivier Occean (Zerrung) dahin. Doch auch davon ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen. «Wir haben zwei Nackenschläge hinnehmen müssen, und trotzdem richtig gut gespielt», freute sich Veh.

    Und wie. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung war Erwin Hoffer zur Stelle (25. Minute) und traf zur Führung. Mit dem Vorteil im Rücken agierte Frankfurt endgültig wie ein Spitzenteam. Zwar kamen die Franken, die nach dem Gegentor einige Minuten sichtlich geschockt waren, nach und nach zurück und hatten ihrerseits gute Chancen. Doch nach dem Wechsel tanzte Inui die «Club»-Abwehr aus und sorgte für die Vorentscheidung (60.). Nürnbergs Sebastian Polter verkürzte (76.), ernsthaft geriet der vierte Sieg der Hessen aber nicht in Gefahr.

    Die Franken haderten nach ihrer ersten Saisonpleite mit Schiedsrichter Felix Zwayer, der kurz vor der frühen Führung der Gäste Gnade gegenüber dem bereits verwarnten Eintracht-Abwehrspieler Carlos Zambrano walten ließ. «Die Szene ist zwingend Gelb-Rot», schimpfte Hecking - und gab selbstkritisch zu: «Wir haben uns zu lange mit dieser Szene aufgehalten. Auch ich. Unter dem Strich war die Eintracht einfach einen Tick besser.»

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