Archivierter Artikel vom 22.03.2010, 14:58 Uhr
Moskau

Weiterer Rücktritt nach Russlands Olympia-Fiasko

Nach dem russischen Debakel bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver ist der Chef des nationalen Ski-Langlauf-Verbandes, Wladimir Loginow, auf Druck des Kremls zurückgetreten.

Zuvor mussten bereits der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Leonid Tjagatschow, und der Vize-Sportminister und stellvertretende NOK-Chef Gennadi Aljoschin ihren Hut nehmen. Die erfolgsverwöhnten russischen Langläufer hatten in Vancouver lediglich vier Medaillen gewonnen – je einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze. Nach dem schlechten Ergebnis bei den Winterspielen mit insgesamt nur drei Goldmedaillen hatte Kremlchef Dmitri Medwedew die Sportfunktionäre mit scharfen Worten zum Rücktritt aufgefordert.

«Ich glaube, dass diese Medaillenausbeute für das Ansehen des russischen Langlaufsports nicht förderlich ist», schrieb Loginow in einem Brief an seine «verehrten Kollegen», der auf der Internetseite des Verbandes veröffentlicht wurde. Der ebenfalls hart kritisierte Sportminister Witali Mutko ist weiter im Amt.