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    Hamburg

    Weise setzt Verjüngungskur im Hockey-Team fort

    Markus Weise will die Verjüngungskur im Team der deutschen Hockey-Herren konsequent fortsetzen. Ungeachtet des guten zweiten Platzes seiner Asse bei der WM in Neu Delhi forciert der ehrgeizige Bundestrainer mit Blick auf das Fernziel Olympia 2012 den Kampf um die Kaderplätze.

    Jungspund
    Florian Fuchs (Mitte) spielte ein gutes WM-Turnier für das deutsche Team.

    «Wir brauchen noch mehr Konkurrenzdruck», betonte der am Vorabend aus Indien zurückgekehrte Erfolgscoach in Hamburg. Zwar hat er den Umbruch schon nach dem Olympiasieg 2008 in Peking eingeleitet und sich nun mit dem jüngsten aller Teams (Schnitt knapp 23 Jahre) bei der WM nur Top-Favorit Australien (1:2) im Finale geschlagen geben müssen. Der Neuaufbau scheint gelungen, doch die Suche nach Alternativen für sein A-Team geht wie unvermindert weiter.

    «Es drängen viele junge Talente nach. Wir werden viel frisches Blut reinbringen und den nächsten Schritt in Richtung Olympia 2012 in London machen», kündigte der in Hamburg-Harburg lebende Trainer im Interview mit dem «Hamburger Abendblatt» an. Mit den hoffnungsvollen Nachwuchskräften meint er vor allem eine ganze Reihe von Jungstars um die 20, die im vergangenen Jahr im Junioren-Bereich den U21-Weltmeistertitel erkämpft hatten. Der als Top-Verteidiger des WM-Finales ausgezeichnete Martin Häner (21) und der schon durch tolle Tore in Erscheinung getretene Jungstürmer Florian Fuchs (18) waren in Indien bereits dabei und konnten den Bundestrainer überzeugen.

    «Martin hat eine starke WM gespielt», sagte er über den Defensiv- Crack vom Berliner HC. «Und Florian Fuchs hat sich sehr ordentlich verkauft. Er hat mit Sicherheit eine Menge gelernt und wird in der Zukunft ein ganz wichtiger Stürmer sein», urteilte Weise über den 18- Jährigen vom UHC Hamburg, der in Neu Delhi der mit Abstand jüngste deutsche Akteur und der viertjüngste aller WM-Spieler war. Und glaubt man U21-Bundestrainer Jamilon Mulders, dann kann sich Weise aus einem riesigen Reservoir an Top-Talenten bedienen. Einige heute 18-Jährige seien bis Olympia 2012 «garantiert ein Thema», hatte Mulders am Rande der EM 2009 im Herbst in Amsterdam berichtet und dabei betont: «Wenn Markus Weise es will, dann könnten zehn Spieler sofort nachrücken.»

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