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Würzburg

Weidenrinde gegen Kopfschmerzen und Fieber

dpa/tmn

Die in vielen Schmerzmitteln enthaltene Acetylsalicylsäure macht einem empfindlichen Magen oft zu schaffen. Bei Fieber oder Kopfschmerzen kann daher Weidenrindenextrakt eine Alternative sein.

Dies sagte Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. Die Rinde vieler Weidenarten weise Salicin auf, das in der Leber zu Salicylsäure umgebildet wird. Dieser Wirkstoff könne Entzündungen hemmen, Kopfschmerzen lindern, Fieber senken und Schmerzen bei rheumatischen Beschwerden mildern.

Laut Mayer wird meist die Rinde der Purpurweide (Salix purpurea) und der Silberweide (Salix alba) als Arzneimittel verwendet. «Weidenrindenextrakt wird als Präparat angeboten, man kann aber auch einen Tee aus Weidenrinde zubereiten, die in der Apotheke erhältlich sind.»

Dazu werden zwei bis drei Gramm – das entspricht zwei Teelöffeln – der fein geschnittenen oder grob gepulverten Rinde mit einer Tasse kaltem Wasser angesetzt und zum Sieden erhitzt. Nach fünf Minuten wird das Gebräu abgeseiht und ist zum Trinken bereit.

Pro Tag dürfen maximal fünf Tassen getrunken werden. Bei Asthma bronchiale, spastischer Bronchitis, Neigung zu Magen-Darm-Geschwüren und vorgeschädigter Niere sollten keine Weidenrindenextrakte genommen werden, betont Mayer.

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