Archivierter Artikel vom 30.01.2012, 14:40 Uhr

Wegen Kälte: Keine DSV-Läufer nach Rybinsk

Leipzig (dpa). Der Deutsche Skiverband (DSV) schickt keine Skilangläufer zum Weltcup am Wochenende ins russische Rybinsk. Bundestrainer Jochen Behle reagierte mit der Absage auf die angekündigte Kälte mit Tageshöchsttemperaturen zwischen 25 und 29 Grad unter Null.

Vorsichtsmaßnahme
Bundestrainer Jochen Behle will seine Läufer vor extremer Kälte schützen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand – DPA

«Wir haben einige Läufer, die gerade bei Distanzrennen bei erheblichen Frostgraden Probleme bekommen. Zuletzt waren Axel Teichmann, Jens Filbrich und Nicole Fessel krank und auch Steffi Böhler ist sehr empfindlich. Wir wollen kein Risiko eingehen», sagte Behle der Nachrichtenagentur dpa.

Konsequenzen hat die Absage für das deutsche Team nicht. Da der DSV nicht zu den besten fünf Nationen in den Länderwertungen bei Frauen und Männern gehört, ist er vom Reglement her nicht verpflichtet, alle Rennen besetzen. «Eine Absage hat ohnehin jede Nation frei», sagte Behle zu den vom Weltverband FIS ausgegebenen Teilnahmebedingungen an Weltcup-Veranstaltungen.

Behles Athleten werden nun am Wochenende bei verschiedenen anderen Langlaufveranstaltungen an den Start gehen.

Von der Rybinsk-Absage unbeeindruckt bleibt der Start deutscher Langläufer beim Weltcup-Sprint in Moskau. Behle berief für diesen City-Sprint Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Hanna Kolb (Buchenberg), Nicole Fessel (Oberstdorf) und Josef Wenzl (Zwiesel).