Archivierter Artikel vom 05.06.2012, 10:25 Uhr
Berlin

Warnung für Allergiker: Notfallspritze schnell austauschen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine Warnung vor der Notfallspritze «Anapen» ausgegeben. Patienten sollten die Adrenalin-Spritze «dringend» gegen ein anderes geeignetes Arzneimittel tauschen, teilte das BfArM mit.

Adrenalin-Spritze in der Apotheke tauschen
Nachts und am Wochenende könnten die Apotheken Medikamente über ein Abgabeterminal ausgeben – wenn die Beratung nicht fehlt.
Foto: DPA

Der Wirkstoff werde von der Adrenalin-Spritze möglicherweise fehlerhaft abgegeben. Der Hersteller Lincoln Medical Limited hatte Ende Mai einen sogenannten Rote-Hand-Brief mit einem Rückruf des Medikaments verbreitet, das in Deutschland von Dr. Beckmann Pharma in Hamburg vertrieben wird.

Betroffen sind dem BfArM zufolge die Produkte «Anapen 300 µg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung» (Fertigspritze) und «Anapen Junior 150 µg Adrenalin in 0,3 ml Injektionslösung» (Fertigspritze). Patienten sollten die Injektoren aber noch solange mit sich führen, bis ihr Arzt ihnen ein anderes Mittel verschrieben und der Apotheker ihnen dieses ausgehändigt habe, hieß es beim BfArM.

Die Spritze «Anapen» wird zur sofortigen Behandlung eines anaphylaktischen Schocks eingesetzt. Bei einigen Chargen der betroffenen Produkte besteht nach BfArM-Angaben das mögliche Risiko, dass die Adrenalinlösung nicht oder nicht in hinreichender Menge abgegeben wird und damit keine erfolgreiche Behandlung des Schockzustandes erfolgt.

Rote-Hand-Brief