Archivierter Artikel vom 13.02.2013, 10:30 Uhr

WADA: NADA steht bei vielem im Dunkeln

London (dpa). Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sieht den mangelnden Handlungsspielraum der deutschen Agentur NADA bei Dopinguntersuchungen kritisch. Auch die finanzielle Unsicherheit der NADA sei problematisch.

«Die NADA kann keine Ermittlungen durchführen und hat kaum Möglichkeiten, Informationen von der Polizei zu bekommen», bemängelte WADA-Generalsekretär David Howman in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa.

«Ich sprach mit der NADA-Chefin Andrea Gotzmann darüber. Sie bleibt bei vielem, was in ihrem Land passiert, im Dunkeln. Und das ist nicht ihr Fehler.» Man könne dies in Deutschland aber «leicht verändern, um einen freien Fluss der Informationen zu garantieren», meinte Howman.

Der Neuseeländer kritisierte auch, dass es für das Budget der NADA keine Garantie gibt. «Ich finde es bedauerlich für die NADA, dass sie keine abgesicherte Zukunft hat und dass sie keinen gesicherten Betrag an Geld hat, mit dem sie planen kann», sagte Howman. Die NADA bekomme das Geld vom Staat, vom Sport und aus privaten Quellen. «Das ist nicht das normale Modell. In den meisten Ländern werden die nationalen Agenturen voll vom Staat finanziert», erklärte Howman.