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Wachablösung bei Norwegens Langlauf-Damen – Haga siegt

Ausgerechnet die erfahrenen deutschen Langläuferinnen kommen bei Olympia noch nicht in Form. Nur Victoria Carl überzeugt. Mit Ragnhild Haga gibt es eine 10-Kilometer-Olympiasiegerin, die niemand auf der Rechnung hatte.

Norwegerin
Ragnhild Haga gewann Langlauf-Gold.
Foto: Matthias Schrader – dpa

Pyeongchang (dpa). Bei der Wachablösung im norwegischen Frauen-Langlauf waren die deutschen Damen erwartungsgemäß nur Statisten.

Ragnhild Haga distanzierte beim olympischen Einzelwettbewerb über 10 Kilometer in der freien Technik ihre favorisierte Teamkollegin Marit Björgen, die gemeinsam mit der Finnin Krista Parmakoski Dritte wurde, um 31,9 Sekunden. Sie sorgte dafür, dass die mit nun zwölf olympischen Medaillen dekorierte erfolgreichste Wintersportlerin der Geschichte ohne 10-Kilometer-Sieg von der olympischen Bühne abtreten wird. Zweite wurde Skiathlon-Olympiasiegerin Charlotte Kalla aus Schweden.

Von den deutschen Damen waren ohne die immer noch erkrankte Nicole Fessel keine Wunderdinge erwartet worden, etwas bessere Platzierungen als die Ränge 19, 25 und 26 allerdings schon. „Das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Die Top-15 sollten es sein, auch die Top-10 hatten wir im Visier“, meinte der Sportliche Leiter Andreas Schlütter. Lob hatte er lediglich für die 21 Jahre junge Victoria Carl übrig, die 19. wurde. „Sie hat es geschafft, bei Olympia die besten Distanzergebnisse dieser Saison zu erreichen. Das ist eine starke Leistung“, sagte Schlütter. Carl selbst war begeistert, wenngleich sie schon auf die Top-15 gehofft hatte. „Es war ein tolles Rennen“, schwärmte die Thüringerin, die dann auch forsch einen Staffel-Einsatz ins Gespräch brachte. „Ich denke, dass ich auf Position drei laufen sollte“, sagte sie.

„Wir werden die vier besten Mädels aufstellen“, kündigte Schlütter an. Er hofft immer noch auf die Rückkehr von Fessel. „Heute geht es ihr schon bedeutend besser. Wir müssen aber auch noch die für uns wichtigen Wettbewerbe im Team-Sprint und über 30 Kilometer beachten, in denen Nicole laufen könnte“, sagte der Sportliche Leiter und erklärte, dass am Freitagvormittag das Staffel-Aufgebot benannt wird.

Wer von den vier übrigen distanzerfahrenen Damen bei einer möglichen Fessel-Rückkehr außen vor bleiben könnte, ist noch unklar. Überzeugen konnten über die 10 Kilometer weder Sandra Ringwald als 26. noch die einen Rang vor ihr platzierte Steffi Böhler. „Ich hatte mir von meiner Muskulatur heute mehr Lockerheit versprochen“, klagte Böhler. Und Ringwald sagte enttäuscht: „Es gab einige Höhepunkte, aber viel mehr Tiefs im Rennen.“

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