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Shanghai

Vulkan-Ausbruch bremst Formel 1

Die Folgen des Vulkan-Ausbruchs auf Island bremsen auch die Formel 1. Wegen des Flugchaos in Europa drohen dem derzeit in China gastierenden PS-Zirkus vor allem logistische Schwierigkeiten.

Vorsorglilch
Nico Hülkenberg richtet sich schon auf einen verlängerten Aufenthalt in Shanghai ein.

«Es ist ein Problem. Hoffentlich kommen wir zurück. Vielleicht müssen wir ja alle nach Hause fahren», meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Shanghai. Die meisten Teams haben ihre Rückflüge nach dem Großen Preis von China für den 18. oder 19. April gebucht. Alle Teams haben ihre Rennfabriken in Europa. «Ich bin nicht sicher, ob viele von uns am Sonntag das Land verlassen können», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. «Wir beobachten die Lage und werden, wenn nötig, unsere Pläne ändern», sagte eine Sprecherin des Force-India-Rennstalls, für den der Gräfelfinger Adrian Sutil startet.

Der Emmericher Williams-Pilot Nico Hülkenberg bangte indes um seinen Flug nach London-Heathrow und richtete sich bereits auf einen verlängerten Aufenthalt in Shanghai ein. Heathrow-Airport sollte wie viele andere Flughäfen in Europa auch zunächst geschlossen bleiben, nachdem der Luftraum wegen der Aschewolke des Gletscher-Vulkans Eyjafjalla gesperrt worden war.

«Sebastian und ich fahren im gleichen Auto zurück», scherzte Red-Bull-Pilot Mark Webber über eine gemeinsame Überland-Tour mit Teamgefährte Sebastian Vettel. Mercedes-Fahrer Nico Rosberg sah die Lage hingegen gelassen. «Ich wollte sowieso am Montag erstmal nach Thailand fliegen», sagte der Wiesbadener.

Unklar war auch, ob das gesamte Material der Teams wie gewohnt direkt nach dem Rennen per Luftfracht nach Europa transportiert werden kann. Zwar wird der nächste Grand Prix erst in drei Wochen in Barcelona gestartet, doch die Ingenieure wünschen sich soviel Vorbereitungszeit wie möglich zur Weiterentwicklung der Boliden. «Man braucht schon ein Flugzeug. Mit dem Schiff kommen wir nicht rechtzeitig nach Barcelona», urteilte Mercedes-Mann Haug. Man wolle dennoch vorerst die weiteren Entwicklungen abwarten, teilte der Automobil-Weltverband FIA mit.

Schon in China spürten einige Teams die Auswirkungen des Vulkan-Ausbruchs. Williams wartete vergeblich auf einige Bauteile. Mitarbeiter von Red Bull und McLaren, die Ersatzteile bringen sollten, mussten von London nach Paris ausweichen und erwischten gerade noch einen der letzten Flüge nach Shanghai. Zwei Marketing-Leute von McLaren hingegen saßen in England fest.

Auch Virgin-Präsident Richard Branson, selbst Besitzer einer Fluglinie, musste auf seine Reise ins Reich der Mitte verzichten. TV-Sender RTL fehlte in Shanghai Experte Niki Lauda, weil auch der Österreicher nicht mehr rechtzeitig eingeflogen werden konnte. Beim vierten Saisonlauf soll der dreimalige Weltmeister nun aus dem Studio in Wien zugeschaltet werden.

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