Archivierter Artikel vom 05.11.2013, 14:15 Uhr
Essen

Vorher gut absprechen – Die Verlobung bekanntgeben

Viele Paare, die sich geraden verlobt haben, möchten ihren glücklichen Entschluss am liebsten der ganzen Welt mitteilen. Andere freuen sich eher im Stillen über das Eheversprechen. Dafür kann es gute Gründe geben.

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Heiratsantrag
Einige bekennen sich zu ihrer Liebe vor allen Leuten – etwa mit einem Kondensmuster am Himmel. Andere weihen lieber nur wenige Menschen ein. Das gilt auch bei der Verlobung.
Foto: How Hwee Young – DPA

Verlobt sich ein Paar, steht es vor der Frage: Sagen wir es unserem Umfeld – und wenn ja, wie? Um das zu beantworten, sollten sich die Partner vor Augen führen, welche Bedeutung sie dem Ritual der Verlobung beimessen und welche Wirkung sie erwarten, wenn sie diese bekanntgeben, rät der Diplom-Psychologe und Paartherapeut Rüdiger Wacker aus Essen. Wenn sie sagen: Das ist unser Geheimritual, könne das durchaus prickelnd sein. Und auch wenn sie befürchten, dass von der Familie dadurch viel Druck auf sie zukommt, spricht das dafür, die Verlobung lieber für sich zu behalten.

Erwarten die Verlobten aber eine freudige Reaktion und Unterstützung aus der Familie, lassen sie ihre Lieben gerne an den Neuigkeiten teilhaben. Ob im kleinen Kreis oder im Rahmen eines größeren Fests, hängt wieder davon ab, was das Paar will. Ein Richtig oder Falsch gebe es hier nicht, sagt Wacker.

Ob die Eltern als Erste die Neuigkeiten erfahren sollten, hängt davon ab, welche Beziehung der frisch Verlobte zu ihnen hat. Je nach Beziehung spreche aber auch nichts dagegen, den besten Freunden als Erstes von der Verlobung zu erzählen.

Wer wem Bescheid sagt und wie, das sollte das Paar vorab besprechen. Denn eventuell möchte der Partner nicht, dass zu viele Details vom Antrag bekanntwerden, weil er ihn als intimen Moment betrachtet. «Da gibt es bei Paaren immer Reibungsflächen», sagt Wacker. Deshalb kann eine Absprache vor der Bekanntgabe sinnvoll sein.