Archivierter Artikel vom 25.05.2010, 13:24 Uhr
Düsseldorf

Vor Auswahl eines Treppenlifts zur Wohnberatung

Vor der Auswahl eines Treppenlifts sollten sich Verbraucher bei einer Wohnberatungsstelle informieren. Denn die Lifte unterscheiden sich erheblich im Preis.

Allein für den Einbau könnten je nach Aufwand zwischen 3500 und 16 000 Euro anfallen, teilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit. Die großen Preisunterschiede beruhten auf unterschiedlichen technischen Lösungen. Aber auch der Preis von vergleichbaren Modellen könne erheblich schwanken.

Liegt eine anerkannte Pflegebedürftigkeit vor, zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 2557 Euro. Bei einem Berufs- und Verkehrsunfall seien möglicherweise Berufsgenossenschaften oder die Haftpflichtversicherung zur Leistung verpflichtet. In einigen Bundesländern gibt es der Verbraucherzentrale zufolge Förderprogramme. Allerdings dürften keine bereits eingeleiteten Arbeiten unterstützt werden. Auch deshalb ist eine ausführliche Information vor dem Kauf sinnvoll.

Beim Einbau von Liftanlagen greifen die im jeweiligen Bundesland geltenden Bauvorschriften. Die Treppenlift-Firma müsse Kunden über die jeweiligen Prüf- und Zulassungsverfahren informieren und sämtliche Genehmigungen einholen. Die Verbraucherschützer raten Kunden, die geforderte Summe für den Gesamteinbau erst dann zu zahlen, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt wurden und beim Betrieb des Lifts keine Mängel auftreten.