Archivierter Artikel vom 05.08.2010, 10:20 Uhr

Vitaminlieferant für den Winter – Der Zuckerhut

Berlin (dpa/tmn). Der Zuckerhut, auch Fleischkraut genannt, ist ein besonders vitaminreicher Salat. Er gehört zu den Korbblüter-Gewächsen und ist mit Chicorée und Radicchio verwandt.

Mitte bis Ende August ist die beste Zeit zum Pflanzen, um dann von Oktober bis in den Dezember frischen Salat ernten zu können. Darauf weist der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde in Berlin hin.

Der Zuckerhut (botanisch: Cichorium intybus var. foliosum) sollte nicht auf zu nährstoffreichem Boden stehen. Daher kann er gut auf abgeerntete Kartoffelbeete gepflanzt werden. Enthält der Boden zu viel Stickstoff, kann Blattbrand entstehen, der später zu Fäulnis führt. Setzt man die Pflanzen zu eng, kann es ebenfalls zu Fäulnis kommen. Deshalb sollte jede Pflanze gut 40 Zentimeter Platz haben.

Um die Fäulnis-Gefahr weiter zu reduzieren, rät der Verband, den Zuckerhut so zu pflanzen, dass noch ein Stück Wurzel zu sehen ist. Weiterhin ist es wichtig, die Pflanzen ausreichend zu bewässern – besonders in den trockenen Monaten August und September.

Der schmackhafte Zuckerhut enthält viele Mineralstoffe und kann warm oder kalt zubereitet werden. In Plastik gewickelt lässt er sich an einem kühlen Ort sehr gut lagern. Um den Blättern den etwas bitteren Geschmack zu nehmen, sollten sie vor dem Verzehr mit lauwarmem Wasser gewaschen werden.