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    Paris

    Vier Dreiecke für den Sommer: Der Bikini wird 65

    Der Bikini wird 65. Trotz seines Alters macht er noch immer eine gute Figur - auch ohne Radikalkuren. Und wenn so manch eine Trägerin sich vor dem Sommer noch mit einer Extrarunde im Fitnessstudio quält: Die Liebe zum Bikini bleibt ungeschlagen.

    Der erste Bikini
    Micheline Bernardini, eine Nackttänzerin des Pariser Casinos, präsentiert am 5. Juli 1946 in Paris den ersten Bikini. Der französische Ingenieur Louis Reard hatte ihn entwickelt. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Work-out, Joghurt-Diät oder FDH: Wie bekommt man die perfekte Bikini-Figur? Wenn der Sommer naht und die Temperaturen steigen, haben Ernährungstipps, Gymnastikkurse und Diätprogramme Hochkonjunktur. Auch wenn das winzige Stück Stoff so manches Opfer fordert, ist die Liebe zu dem Zweiteiler ungebrochen. Der Bikini feiert in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen und macht dabei eine gute Figur: Er ist nach wie vor das beliebteste Bademodell. In diesem Sommer gibt es ihn sogar aus dem Computer.

    Bikini wird 65
    Der Bikini liegt auch heute noch absolut im Trend. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Modelle und Varianten kreiert. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Monokini, Trikini, Tankini, Mixkini: Den Zweiteiler gibt es in allen Formen, Farben und Varianten. In diesem Jahr geht der Winzling sogar als maßgeschneidertes Computer-Kleidungsstück in die Modegeschichte ein. Statt in die Umkleidekabine zum Probieren, geht die Kundin in den Scanner. Mit den dort genommenen Maßen berechnet der Computer den idealen Schnitt. Das Ergebnis: Ein Bikini, der aus tausenden unterschiedlich großen Nylon-Plättchen besteht, die sich optimal den Körperrundungen anpassen.

    Monokini
    Der «einteilige Bikini», ein sogenannter Monokini, ist eine der vielen Varianten des Klassikers. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Den Zweiteiler trugen schon römische Schönheiten. Doch die eigentliche Geburtsstunde schlägt erst am 5. Juli 1946 im Pariser Nobelbad «Molitor», als Modeschöpfer Louis Réard das Revuegirl Micheline Bernadini mit nichts als den vier Dreiecken am Körper - zwei für oben, zwei für unten - über den Laufsteg schickte. Das winzige Stück Stoff schlug ein wie die Bombe auf dem Bikini-Atoll. Der Name des knapp geschnittenen Badeanzugs bezieht sich tatsächlich auf die wenige Tage zuvor durchgeführten Atombombenversuche der Amerikaner auf den Pazifikinseln. Der «Stofffetzen mit Schnüren» löste eine ähnliche Empörung aus wie die Atombombentests.

    Ursula Andress
    Schauspielerin Ursula Andress in «James Bond jagt Dr. No» (Szenenfoto von 1962) gilt bis heute als Bikini-Grazie schlechthin. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Der Bikini galt lange Zeit als skandalös und wurde in vielen Badeorten verboten. Marilyn Monroe sorgte zwar 1953 im Bikini für Aufsehen, ebenso Brigitte Bardot, die im selben Jahr in Cannes in einem rosa karierten Bikini für Furore sorgte, doch führte das kleine Stück Stoff ein Schattendasein. Es wurde als unmoralische Entgleisung betrachtet und entsprach nicht dem Modediktat der 1950er Jahre, das den züchtigen Einteiler mit Figur modellierendem Innenleben vorschrieb.

    Vier Dreiecke für den Sommer
    Der Bikini wird 65. Trotz seines Alters macht er noch immer eine gute Figur. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Erst die sexuelle Revolution in den 1960er Jahren brachte den tot gesagten Bikini wieder zum Leben. Mit Ursula Andress wurde der Bikini im James Bondfilm «Dr. No» populär, und 1966 machte Paco Rabanne mit seinen freizügigen Plastikmodellen den Winzling endgültig salonfähig. Dennoch hieß es auch noch 1968 in manchem Schwimmbad: «Das Tragen der sogenannten Bikini-Badeanzüge ist verboten!»

    Bikini wird 65
    Die Wahl des richtigen Bikini fällt nicht leicht - nun soll ein Computerprogramm den perfekten Bikini für jede Trägerin finden. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Mal mit mehr, mal mit weniger Stoff: Der Zweiteiler ist heute aus keiner Sommersaison mehr wegzudenken.

    Bikini-Varianten

    Der Bikini liegt auch heute noch absolut im Trend. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Modelle und Varianten kreiert:

    Monokini: Er gehört zu den Oben-Ohne-Bademoden. Er wurde 1964 von dem Modemacher Rudi Gernreich (1922-1985) entworfen. Ursprünglich bestand er aus einer etwas höher geschnittenen Badehose und Trägern, die vor der Brust über Kreuz liefen.

    Trikini: dieser besteht, wie der Name schon verrät aus drei Teilen. Eines der ersten Trikini-Modelle bestand aus einem Höschenteil, einem BH-Teil und einem separaten Rückenteil. Eine weitere Ausführung, die jedoch nur von kurzer Dauer war, bestand aus einem Höschenteil und zwei separaten Brustteilen, die mit hautfreundlichem Klebestoff befestigt wurden. In den vergangenen Jahren tauchte der Trikini in Form eines normalen Bikinis mit zusätzlicher Tasche auf.

    Tankini: Der Tankini besteht aus zwei Teilen: einer Bikinihose und einem Oberteil, das stets ärmellos ist, jedoch im Gegensatz zum Bikini noch einen Teil des Bauches bedeckt.

    Mixkini: Darunter versteht man ein Modell, bei dem man die Hose und das Oberteil getrennt voneinander kaufen kann. Dabei werden die Teile meist farblich aufeinander abgestimmt. Es existieren aber auch Mixkini-Varianten, bei denen sich Farbe und Muster voneinander unterscheiden.

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