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    Viel Tageslicht: Die Wohnung für Demenzkranke anpassen

    Für einen Menschen mit Demenz muss der Wohnraum individuell umgestaltet werden. Schon kleine Veränderungen erhöhen die Sicherheit und geben Orientierung. Eine Absprache mit den Betroffenen ist hierbei besonders wichtig.

    Demenzkranker zu Hause
    Eine helle Wohnung mit viel Sonnenlicht wirkt sich in der Regel positiv auf das Gemüt aus.
    Foto: Christian Charisius - dpa

    Köln (dpa/tmn). Für Menschen mit Demenz sollte das eigene Zuhause ein Ort der Sicherheit und des Rückzugs sein. Doch auch dort lauern Gefahren wie ein falscher Bodenbelag oder giftige Blumen.

    Schon kleine Anpassungen können einem Demenzkranken das Leben erleichtern, berichtet die Zeitschrift „Pro Alter“ (Ausgabe 4/2016) des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Wichtig ist aber, alle Maßnahmen mit dem Betroffenen klar abzusprechen - und nur diejenigen umzusetzen, die gewünscht sind.

    1. Den richtige Bodenbelag wählen

    Ein blank geputztes Parkett kann bei Menschen mit Demenz Ängste auslösen. Manchmal tippeln sie darüber, weil sie denken, es handle sich um eine Wasser- oder Eisfläche. Das Muster eines Teppichs sollte so gewählt werden, dass der Demenzkranke dort nicht zum Beispiel Tiere sieht, vor denen er Angst haben könnte.

    2. Giftiges außer Reichweite aufbewahren

    Putzmittel räumt man besser weg. Sie könnten mit Getränken verwechselt werden. Auch bei Blumen ist Vorsicht geboten: Giftige Pflanzen sollten durch ungiftige ersetzt werden. Ganz entfernen muss man Pflanzen aber nicht. Das tägliche Gießen hilft, den Tag zu strukturieren.

    3. Viel Licht

    Für einen gesunden Schlaf ist der Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Deswegen sollten die Räume möglichst viel Tageslicht bekommen.

    4. Orientierung geben

    Wenn die Krankheit fortschreitet, finden sich demenzkranke Menschen manchmal im eigenen Haushalt nicht mehr zurecht. Man erleichtert ihnen die Orientierung zum Beispiel durch Symbole an den Zimmertüren: Am Schlafzimmer bietet sich ein Porträtfoto an. Nicht immer erkennt sich der Mensch allerdings auf einem aktuellen Bild. Dann wählt man eines aus früheren Zeiten. An der Badezimmertür hängt am besten ein WC-Schild, am Kühlschrank ein Bild von Lebensmitteln.

    5. Nach Jahreszeiten dekorieren

    Zeitliche Orientierung bieten Uhren und Kalender. Außerdem kann man die Räume je nach Jahreszeit schmücken und auch das Essen entsprechend anpassen. So behält das Jahr seine Struktur.

    Internetseite von Pro Alter

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