Archivierter Artikel vom 20.03.2013, 06:57 Uhr

Vieh IV: Extensiv ist nicht gleich ökologisch

Rinder können extensiv oder intensiv gehalten werden – extensiv bedeutet auf der Weide, intensiv im Stall. Allerdings, betont Reimund Möcklinghoff von der Landwirtschaftskammer Rheinland- Pfalz, bedeutet extensiv nicht zwangsläufig ökologisch. „Auch viele konventionelle Betriebe ermöglichen ihren Tieren den Weidegang.“

Zahlen des Statistischen Landesamtes bestätigen diese Einschätzung. Bei der Landwirtschaftszählung 2010 gaben gut zwei Drittel der Milchviehbetriebe an, dass sie ihre Kühe durchschnittlich 24 Wochen im Jahr auf die Weide ließen. Bezogen auf den Bestand, bedeutet das: Rund 60 Prozent der Milchkühe hatten Zugang zu einer Weide.

Der Anteil der Betriebe, die ihre Mutterkühe, Färsen (weiblichen Kühe, die noch nicht gekalbt haben), Bullen, Jungvieh und Kälber weiden ließen, lag bei 77 Prozent. Das entspricht 52 Prozent des Bestandes. Die ganzjährige Freilandhaltung spielte im Land kaum eine Rolle. Ihr Anteil lag unter 5 Prozent.

ank